Lewis Hamilton (Mercedes): Monaco ist der echte Test

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Das grosse Ziel von Weltmeister Lewis Hamilton für den Spanien-GP bestand darin, mit dem ersten Sieg seit Oktober 2015 den WM-Zug von Nico Rosberg einzubremsen. Das hat nicht funktioniert.

Ausgerechnet nach der Kollision der beiden Mercedes-Piloten Nico Rosberg und Lewis Hamilton geht es jetzt nach Monaco. Dorthin also, wo es bei Mercedes viel böses Blut gegeben hat. Als Nico Rosberg im Abschlusstraining 2014 in der Mirabeau geradeaus rutschte und damit Lewis Hamiltone keine schnellere Runde mehr fahren konnte. Als Lewis Hamilton im Rennen 2015 zum strategisch falschen Zeitpunkt an die Box geholt wurde und einen sicher geglaubten Sieg ausgerechnet an Rosberg verlor.

In dieser Stimmung treten Weltmeister Hamilton und WM-Leader Rosberg zum Rennen des Jahres an, jenem Grand Prix, den alle Fahrer gewinnen wollen, jenem WM-Lauf, in dem Rosberg seit drei Jahren ungeschlagen ist.

Lewis Hamilton spricht gegenüber den Medien oft darüber, sich über Hindernisse hinwegzusetzen, dass erkämpfte Siege mehr wert seien als leicht herausgefahrene. Dass er an seinen Aufgaben wachsen wollen, getreu seines Mottos, das er tätowiert auf dem Körper und lackiert auf dem Helm trägt – still I rise, ein stets Aufwärtsstreben.

«Barcelona hat sich schrecklich angefühlt», sagt der Weltmeister von 2008, 2014 und 2015. «Aber wie ich immer sage – der wahre Test besteht eben darin, wieder aufzustehen, wenn man hingefallen ist. Spanien war für uns alle schwierig, aber dieses Kapitel ist nun geschlossen.»

Ach wirklich? Bei Mercedes, allen voran Rennchef Toto Wolff, ist klar – wenn zwei Spitzenpiloten wie Rosberg und Hamilton auf Augenhöhe um die Spitze oder einen Rennsieg kämpfen, ist es nur eine Frage der Zeit, dass der Deutsche und der Engländer erneut das gleiche Stück Asphalt für sich in Anspruch nehmen wollen. Es ist unvermeidlich.

Es gab Rennen, in welchen Nico Rosberg zurückgesteckt hat, um eine Kollision zu vermeiden. Wie in Suzuka 2015 oder in Austin 2015. Aber seit Mexiko 2015 erleben wir einen Rosberg, der das Etikett des netten Jungen von nebenan ablegt, wenn er den Rennhelm aufsetzt.

Lewis Hamilton weiss: Er muss in Monte Carlo die Pole-Position erringen und besser starten als Rosberg, dann wird es für Nico schwierig, ihm den Sieg abzuluchsen.

Hamilton meint: «Ich hatte in Monaco in den vergangenen Jahren nicht den besten Lauf, aber ich habe im Rennen 2015 gezeigt, dass ich den Speed habe, um den Job zu Ende zu bringen. Ich gehe das Wochenende nur mit einem Ziel an.»

Das wäre dann Sieg Nummer 44 für den Mann mit der Startnummer 44.

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