Helm-Design in Monaco: FIA erlaubt endlich Ausnahmen

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Darauf haben Fans von Rennhelmen lange gewartet: Der Autoverband FIA weicht das anfangs 2015 eingeführte Verbot auf, das grundsätzliche Helmdesign zu ändern.

Die zu Beginn der Formel-1-Saison 2015 eingeführte FIA-Direktive zum Beschneiden der Helmkünstler unter den Piloten (allen voraus Sebastian Vettel) erzeugte viel Wirbel. Ausformiert heisst das in den Sportregeln, Artikel 9.1: «Um die Fahrer einfach voneinander zu unterscheiden, wenn die Piloten auf der Strecke sind, muss der Helm jedes Fahrers über den Verlauf einer Saison im Wesentlichen die gleiche Bemalung aufweisen.»

Einige Formel-1-Freunde fanden den Schritt des Autoverbands gut, weil der Wiedererkennungswert des Einzelnen dann höher sei. Andere fanden es hingegen cool, wenn ein Pilot auch mal mit anderem Kopfschutz auftauchte. Unvergessen das James-Hunt-Design von Kimi Räikkönen in Monaco, das alle liebten.

Atemraubend auch der Knicks von Jean-Éric Vergne, der mit den Farben des 1973 tödlich verunglückten François Cevert fuhr. Marcus Ericsson fuhr in den Farben von Ronnie Peterson. Fast alle Fans waren bei Einführung der Helmdesign-Regel der Meinung: Hat die FIA nichts Gescheiteres zu tun?

Nicht nur Sebastian Vettel, der zusammen mit Jens Munser am meisten mit Design spielt und in Monaco 2016 einen tollen Retro-Lederlook zeigt, hat immer wieder angeprangert, dass sein Einfallsreichtum eingeschränkt wird. Auch andere Fahrer haben sich bei Formel-1-Rennleiter Charlie Whiting beschwert.

Nun hat die FIA endlich ein Einsehen: Generell hat das Verbot Bestand, das grundsätzliche Design darf nicht geändert werden. Mit einer Ausnahme pro Jahr – etwa für das Rennen des Jahres in Monte Carlo oder für einen Heim-GP eines bestimmten Fahrers.

Valtteri Bottas zeigt daher auf seinem Helm ein Roulette-Rad, Würfel und Spieljetons, an der Rückseite sind zudem zwei Spielkarten zu sehen.

Felipe Massa hat einen brasilianischen Graffitikünstler walten lassen – das Ergebnis ist durchaus Geschmackssache. Felipe: «Os Gemeos sind in Brasilien ein Strassenkünstler, deren Graffiti an vielen Orten zu sehen sind.»

Fernando Alonso hat seine üblichen Farben verchromt, Romain Grosjean fährt mit einem Tribut für seinen verstorbenen Freund Jules Bianchi. Kevin Magnussen arbeitet mit Glitzereffekten und hat in die weisse Grundfarbe Logo und Schriftzug von Renault eingearbeitet.

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