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Nach Regen kommt Sonne
Aufatmen bei fünf Rennställen: der Regen hat sich aus Jerez verzogen. Vettel Schnellster im 2009er Auto.
Formel 1
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Wie der Himmel, so hellte sich auch die Miene manches F1-Zirkusmitgliedes auf: auf den Regen von Jerez folgte gegen Abend die Sonne. Endlich konnte vernünftig getestet werden.
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Gut drei Teststunden hatten die spanischen Schauer gekostet, am wenigsten beeindrucken liess sich davon der Schweizer GP-Debütant Sébastien Buemi: er war mit 104 Runden nicht nur der fleissigste Fahrer, er war – logisch, da noch im 2008er Toro Rosso – auch der Schnellste. So locker Buemi seine Runden abspulte, das Interesse bündelte Sebastian Vettel im neuen Red-Bull-Racing-Renner auf sich. Technikchef Geoff Willis beteuerte zwar: "Wir machen eigentlich nur System-Prüfungen und sammeln Daten, so wie man das immer tut mit einem neuen Wagen." Dennoch war Vettel der schnellste Pilot in einem 2009er Auto, das Handling seines neuen Dienstwagens vor allem in schnellen Kurven sollte der Konkurrenz zu denken geben. Eine halbe Stunde vor Schluss des Testtages in Andalusien war dann vorzeitig Feierabend für Sebastian: ein Sensor am Getriebe war kaputt, sicherheitshalber stellte die Elektronik daraufhin auf Stur. Vettel: "Mein Eindruck nach dem ersten richtigen Testtag ist positiv. Wo uns das gemessen an den Gegnern hinbringen wird, lässt sich noch nicht abschätzen. Wir haben noch einen langen Weg vor uns."
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Vettel hatte im Herbst einen 2008er Wagen mit beschnittener Aerodynamik bewegt, um die neuen Regeln zu simulieren. "Das Handling des richtigen Autos ist diesem Probewagen ähnlich. Der mangelnde Abtrieb ist sehr deutlich zu spüren, du rutschst viel mehr."
Red Bull Racing fuhr erstmals mit KERS. Vettel: "Alles Notwendige steckt im Auto drin. Daher sieht man auch manchmal die Mechaniker mit den Gummihandschuhen hantieren. Auf der Piste habe ich den Schub-Knopf aber noch nicht betätigt."
Am Mittwochmorgen wird Mark Webber erstmals nach seinem Beinbruch fahren, dann steigt für weitere eineinhalb Tage wieder Vettel ein. Williams zeigte eine andere Fahrzeugnase als beim Debüt des Modells FW31 in Portugal – höher und konventioneller als die Entennase aus der Algarve. Testteam-Manager Dickie Standford: "Wir wollten die beiden Lösungen eigentlich miteinander vergleichen, aber die Pistenverhältnisse waren über den Tag gesehen zu unterschiedlich, um schlüssige Ergebnisse zu erhalten."
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Nach dem ersten Tag mit Testpilot Nico Hülkenberg wird am Mittwoch Kazuki Nakajima übernehmen. KERS wird erst in drei Wochen im Williams stecken, wenn in Jerez erneut vier Tage lang getestet wird. Dann soll auch die Entscheidung fallen, ob man damit zu den ersten Überseerennen ausrücken wird. Die Tendenz derzeit – erster Einsatz eher beim Europa-GP-Auftakt in Spanien. McLaren-Mercedes fuhr mit KERS, schien jedoch über die Betriebstemperaturen besorgt zu sein: Heikki Kovalainen fuhr nie mehr als drei Runden am Stück. Nachzügler des Tages war Nelson Piquet im Renault, auch er mit KERS unterwegs. Chefingenieur Alan Permane: "Alles hat so geklappt, wie wir es erwartet hatten. Wir waren eher konservativ unterwegs, die Batterien funktionieren gut. Es gab kein Problem." Piquet war nicht mehr auf der Strecke, als die Verhältnisse am günstigsten waren, daher ist seine Rundenzeit mit Vorsicht zu geniessen. Er wird an seinem zweiten Testtag zweifellos schneller sein.
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Die Bestzeiten 1. Sébastien Buemi (CH), Toro Rosso STR3-Ferrari, 1:19,660 min (104 Runden) 2. Sebastian Vettel (D), Red Bull Racing RB5-Renault, 1:22,177 (63) 3. Nico Hülkenberg (D), Williams FW31-Toyota, 1:22,443 (82) 4. Heikki Kovalainen (FIN), McLaren MP4/24-Mercedes, 1:22,634 (60) 5. Nelson Piquet (BR), Renault R29, 1:23,3123 (35)
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