Carlos Sainz (Toro Rosso): Halo ohne Sichtprobleme

Von Mathias Brunner
Formel 1
Carlos Sainz mit Halo

Carlos Sainz mit Halo

​Der Spanier Carlos Sainz bestätigt, was vor Belgien zu befürchten war: Aufgrund des Vorjahresmotors von Ferrari steht die Scuderia Toro Rosso mit dem Rücken zur Wand. Positiver Test mit dem Halo.

Mercedes hat für Nico Rosberg und Lewis Hamilton frische Motoren mitgebracht. Honda hat nachgelegt. Ferrari arbeitet ständig am 2016er V6-Turbo. Da sieht Toro Rosso einfach nicht gut aus, denn im Heck der Renner von Carlos Sainz und Daniil Kvyat stecken Antriebseinheiten von 2015, für die keine Entwicklung während der Saison 2016 vorgesehen ist.

Die Technikertruppe um James Key kann das auf Pisten, welche die Vorzüge eines Chassis betonen, zu einem varrierenden Grad kompensieren. Aber auf einem Power-Kurs wie Spa-Francorchamps oder auch beim kommenden Monza ist das fast nicht mehr möglich.
Der beste Toro Rosso tauchte in den ersten beiden Trainings jeweils auf Rang 14 auf – am Morgen war es Carlos Sainz, am Nachmittag der Russe Daniil Kvyat.

Der frühere Red Bull Racing-Fahrer Kvyat meint: «Wir konnten in Ruhe unser Programm durchziehen. Wir konnten viele Daten sammeln, und das ist auch notwendig, denn wir müssen zulegen.»

Carlos Sainz macht sich Sorgen: «Wir hatten vor, den Nachteil in Sachen Motor mit einem starken mittleren Sektor, dem kurvigen Teil der Runde, wettzumachen, aber das ist uns heute nicht gut gelungen. Ich hätte mehr erwartet.»

Phil Charles, der leitende Ingenieur von Toro Rosso: «Ein guter Tag war das nicht. Dieser Kurs betont Motorleistung, kleinste Veränderungen bei der aerodynamischen Effizienz können grosse Auswirkungen haben. Das alles kommt unserem Paket nicht zu Gute. Und das hat sich im ersten und dritten Sektor bestätigt. Im zweiten Sektor, mit mittelschnellen Kurven, waren wir nicht so gut wie wir uns das erhofft hatten.»

«Ich finde, wir haben es nicht geschafft, die Reifen ins optimale Betriebsfenster zu bringen. Die Fahrer beklagten sich über einen Mangel an Haftung. Die Reifentemperaturen sind zu hoch. Wir sind gewiss nicht die Einzigen, die uns da schwer tun, wie zahlreiche Blasen auf den zurückgebrachten Reifen zeigen. Aber wir sind definitiv ausserhalb unseres normalen Leistungsbereichs. Wir wollen vor allem am Umgang mit den Reifen arbeiten.»

Und was war mit dem Halo-Versuch von Carlos Sainz? Phil Charles sagt: «Der Hintergrund des Tests bestand darin, die Sichtverhältnisse zu prüfen, wenn es auf einer Rennstrecke hoch und runter geht. Keine Rennstrecke wäre dazu besser geeignet als Spa-Francorchamps. Carlos hat mir gesagt, er sehe keine Problem emit der Sicht, auch nicht in der Kompression von Eau Rouge, bevor die Bahn wieder wieder den Berg hochführt.»

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