Gespanne: Fünf deutsche Teams wollen nach Hertingen

Von Rudi Hagen
Grasbahn-Seitenwagen-EM
 Rad an Rad: 4 Keil/Müller, 1 Goodwin/Brown

Rad an Rad: 4 Keil/Müller, 1 Goodwin/Brown

Das EM-Finale der Gespanne findet am 22. August in Hertingen statt. Fünf deutsche Teams werden am Samstag in Loppersum alles daran setzen, sich dafür zu qualifizieren.

Sechs Gespannteams sind bereits für das EM-Finale in Hertingen qualifiziert: die Deutschen Markus Venus/Markus Heiß und Markus Brandhofer/Michael Zapf, Shaun Harvey/Danny Hogg und Simon Beard/Anthony Goodwin aus Großbritannien, sowie William Matthijssen/Nathalie Stellingwerf und Wilfred Detz/Steffan Velthuis als Vertreter der Niederlande.

Am Sonnabend stehen in Loppersum (NL) beim EM-Semifinale zwölf weitere Bewerber am Start, von denen sich die sechs besten für Hertingen qualifizieren. SPEEDWEEK.com fragte die sechs deutschen Fahrer zum Stand ihrer Vorbereitungen, Chancen und Hoffnungen.

Achim San Millan (29, Gengenbach): «Wir wollen auf jeden Fall unter die ersten Sechs kommen. In Loppersum wird der Start total wichtig sein. Hauptsache, das Rennen verläuft nicht so chaotisch für uns wie zuletzt in Bielefeld. Da hatten wir morgens einen Sturz im Pflichttraining, dann ist uns der Lenkungsdämpfer kaputt gegangen und später noch die Fußraste. Das war ein Rennen zum Abhaken. Ich war die ersten beiden Läufe im Kopf noch nicht frei. Dazu kam die schlechte Sicht durch den ganzen Staub. Bis zur Position 3 konntest du gut sehen, dahinter ging gar nichts.»

Marco Hundsrucker (38, Arnstorf, Lizenz Österreich): «Bitte, bitte, keinen Ausfall wie vor zwei Jahren. Da lief es im EM-Finale so gut für uns und dann machte ein kaputter Kettenspanner alles zunichte. Ich fahre brutal gerne in Loppersum. Das ist zwar eine kleine Micky-Maus-Bahn, aber da kommt es nicht auf den Motor an, sondern auf das fahrerische Können. Hauptziel für uns ist die Qualifikation für Hertingen, egal, welcher Platz. Aber die Konkurrenz ist groß. Noordman will vor eigenem Publikum was zeigen und auch Keil ist zu beachten. Wenn der den Start gewinnt, ist es schwierig ihn zu überholen. Du hast bei ihm das Gefühl, er ist breiter als die ganze Bahn.»

Imanuel Schramm (40, Tettnang, Lizenz Schweiz): «Für den Hermann und mich wird es schwierig, denn wir sind nur einmal zusammen gefahren, in Herxheim. Wir fahren mit dem neuen GTR-Motor von Marcel Gerhard. Eigentlich hätten wir für diese kurze Bahn ein anderes, weniger aggressives Aggregat gebraucht, aber wir müssen so zurecht kommen.»

Karl Keil (61, Brombachtal): «Ich gehe die Sache ganz gelassen an. Sicher, ich fahre Rennen um zu gewinnen, aber dann mit Köpfchen. Für Hertingen lohnt es sich schon, das ist ein schönes Ziel. Und mit dem Stefan harmoniere ich gut. Das ist ein ehrlicher Mann, für mich das Wichtigste. Technisch hatten wir zuletzt ein paar Probleme mit dem Vergaser und mit dem Motor, aber alles Kleinigkeiten. Ich glaube, wir konnten das inzwischen lösen. Die Bahn ist mir egal, wir müssen uns immer etwas einfallen lassen. Wenn nichts schief geht, sind wir dabei.»

Matthias Motk (35, Friesenheim): «Ziel für uns ist ganz klar ein Platz unter den ersten Sechs. Hertingen wäre ein Heimspiel für uns, diese Chance müssen wir nutzen. Ich kenne die Bahn in Loppersum nicht, aber sie soll interessant sein. Wir sind voll motiviert und werden kämpfen.»

Line-up für Loppersum:

1. Achim San Millan/Nicole Balz (D)
2. Marco Hundsrucker/Corina Günthör (A)
3. Joshua Goodwin/Liam Brown (GB)
4. Imanuel Schramm/Hermann Bacher (CH)
5. Stinus Lund/Mike Frederiksen (DK)
6. Christophe Grenier/Sandra Mollema (NL)
7. Karl Keil/Stefan Müller (D)
8. Vincent Tocheport/Vincent Bertoneche (F)
9. Matthias Motk/Michael Burger (D)
10. Dave Carvill/Kai Noble (GB)
11. Dennis Noordman/Patrick Kremer (NL)
12. Guillaume Comblon/Chloé Agez (F)

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