So holte Hofor by Bonk den Team-Titel in der ADAC GT4

Von Martina Müller
ADAC GT4 Germany
Die beiden BMW M4 GT4 von Hofor Racing by Bonk Motorsport

Die beiden BMW M4 GT4 von Hofor Racing by Bonk Motorsport

Hofor Racing by Bonk Motorsport ist eine Kooperation aus zwei Rennställen. Die Mannschaft um Teamchef Michael Bonk punktete in allen zwölf Läufen der ADAC GT4 Germany. Am Red Bull Ring gelang der einzige Saisonsieg.

Insgesamt 19 Teams nahmen 2019 an der neu geschaffenen ADAC GT4 Germany teil. Drei Rennställe hatten lediglich einen Gaststart absolviert und waren folglich nicht in der Team-Meisterschaft punktberechtigt. Bei den 16 Verbliebenen stellte sich Hofor Racing by Bonk Motorsport final als der Champion heraus. «Das ist der absolute Hammer und gleichzeitig auch der größte Triumph in unserer Teamgeschichte», jubelte Teamchef Michael Bonk. «Vor der Saison hätte ich nie mit diesem Titel gerechnet. Denn ich hatte 2019 eigentlich als ein Lernjahr eingeplant. Meine Piloten haben allesamt einen starken Job gemacht. Wir sind nicht unbedingt immer auf Sieg gefahren, sondern haben ab und zu auch taktieren können. Das zahlte sich letztendlich aus.»

Hofor Racing by Bonk Motorsport setzte in der Saison 2019 zwei BMW M4 GT4 für Michael Schrey und Thomas Jäger sowie Claudia Hürtgen und Michael Fischer ein. Die Mannschaft rund um Michael Bonk kann auf eine sehr konstante Saison in der ADAC GT4 Germany zurückblicken. In allen zwölf Läufen der neuen Rennserie wurden Meisterschaftspunkte eingefahren. Am besten lief es am Red Bull Ring, als mit einem Sieg im Samstagrennen und einem zweiten Platz sonntags zwei Podiumsplatzierungen erzielt wurden.

«Das war sicherlich das Highlight in dieser Saison», resümiert Bonk. «Gleichzeitig gab es aber genau an diesem Wochenende auch den Tiefschlag der Saison, als in Lauf zwei an einem unserer Autos in aussichtsreicher Position die Bremse explodierte. Da hat Michael Schrey im Cockpit sein fahrerisches Können bewiesen und sehr gut reagiert.» Nachdem beim vorletzten Rennwochenende am Hockenheimring insgesamt nur 17 Zähler in der Team-Wertung verbucht wurden, reiste Hofor Racing by Bonk Motorsport mit einem Rückstand von zehn Punkten auf Tabellenrang zwei liegend zum Finale an den Sachsenring. Dort konnte das Ruder mit insgesamt 36 eingefahrenen Zählern noch herum gerissen und letztendlich Team-Meisterschaft der ADAC GT4 Germany sichergestellt werden.

Hofor Racing by Bonk Motorsport ist eine Kooperation aus zwei Rennställen. «Ich bin mit Martin Kroll von Hofor Racing schon recht lange befreundet und seit 2018 treten wir unter dieser Nennung an. Hofor ist übrigens auch kein Name, sondern jener Ort, an dem die Familie Kroll ansässig ist», erklärt Bonk. «Die beiden BMW M4 GT4 sind jedoch am Standort von Bonk Motorsport in Münster stationiert und werden dort auch technisch betreut.»

Bonk Motorsport wurde 1998 gegründet und fuhr seitdem viele Erfolge und Titel auf der Nordschleife des Nürburgrings ein. 2019 folgte mit dem Auftritt in der ADAC GT4 Germany schließlich der Wechsel in den Sprint-Bereich. Dafür wurden im Winter extra zwei brandneue BMW M4 GT4 angeschafft. «Zuvor haben wir Motorsport nur auf der Langstrecke betrieben. Wir haben durch den Einsatz in der ADAC GT4 Germany in diesem Jahr so viel gelernt, wie in den letzten zehn Jahren nicht», vergleicht Bonk. «Es gibt unzählige Dinge, die im Sprint komplett anders laufen. Das hätte ich vor der Saison in dieser Form überhaupt nicht erwartet. Beispielsweise ist es tatsächlich viel mehr Arbeit, ein Auto für eine Sprint-Qualifikation aufzustellen. Da kommt es auf jedes noch so kleine Detail an.»

Auch im kommenden Jahr möchte Hofor Racing by Bonk Motorsport der ADAC GT4 Germany erhalten bleiben. «Wir fühlen uns in der Serie wohl und haben sehr gut Fuß gefasst. Sollten wir alles finanziert bekommen, sind wir auch 2020 mit dabei. Wir befinden uns gerade in diversen Gesprächen. Grob gesagt, planen wir wieder mit demselben Paket – sprich zwei BMW M4 GT4. Es macht keinen Sinn, die Marke zu wechseln», gibt Bonk einen Ausblick auf die nächste Saison. «Ich komme von der Nordschleife. Aber mir macht diese Art Rennserie derzeit viel mehr Spaß. Das ist genau das Betätigungsfeld, in dem ich mich mit dem Team in den nächsten Jahren tummeln möchte», freut sich Bonk schon auf den Saisonstart 2020 der ADAC GT4 Germany, der vom 24. bis 26. April in Oschersleben stattfindet.

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