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Mit Matteo Ferrari verpflichtete WRP Ducati einen erfahrenen Piloten für die Supersport-WM 2026. Der MotoE-Champion von 2019 bedankte sich beim Saisonauftakt mit einem Podestplatz für das Vertrauen.
Auch weil die MotoE-Serie nach der vergangenen Saison vorerst eingestampft wurde, schaute sich Matteo Ferrari bereits unterjährig nach Optionen für seine Karriere um. Bei WRP Ducati – das Kürzel steht für Wepol Racing Parts – wurde der Italiener mit offenen Armen empfangen, denn dass die Zusammenarbeit mit Marcel Schrötter nicht fortgesetzt werden würde, war frühzeitig klar. In Estoril und Jerez baute das tschechische Team ein drittes Motorrad für den 29-Jährigen auf. Und auch wenn ein 13. Platz das beste Ergebnis war, einigte man sich für die Supersport-WM 2026.
Ferrari ist ein Tausendsassa mit vielfältigen Erfahrungen: Von Moto3 und Moto2 fuhr der Routinier in der italienischen Meisterschaft Supersport- und Superbike-Motorräder und half 2020 im Barni-Team sogar in der Weltmeisterschaft aus.
Beim Supersport-Saisonauftakt auf Phillip Island nutzte Ferrera seinen immensen Erfahrungsschatz und fuhr nach einem soliden sechsten Platz im ersten Lauf im Sonntagsrennen als Dritter auf das Podium. Der Ducati-Pilot setzte als einer von nur fünf Piloten auf Slick-Reifen, die auf der nur anfänglich feuchten Piste die richtige Wahl waren.
«Wir standen vor einer schwierigen Entscheidung in der Startaufstellung. Ich bin zwei Runden mit Regenreifen gefahren, fand die Strecke aber nicht so nass und habe mich deshalb für einen Wechsel entschieden. Das war eine wichtige Entscheidung», schilderte der Italiener. «Wir waren schon beim Test und danach in jeder Session schnell unterwegs und haben uns stetig gesteigert. Ich wusste, dass der sechste Platz am Samstag nicht das Maximum war. Das motivierte mich für den zweiten Lauf. Die Bedingungen waren zu Beginn schwierig. Das Team wollte mich zu Regenreifen überreden, aber ich ging das Risiko ein. Wir hatten ein großartiges Rennen.»
In der Gesamtwertung belegt Ferrari einen Punkt vor Philipp Öttl den dritten Rang.
Die Reifenwahl für das Rennen war 50:50SKM-Tuning-Spezialist Frank Krekeler
Als technischer Direktor bei WRP freute sich auch Tuning-Spezialist Frank Krekeler von SKM über das erfolgreiche Rennwochenende in Australien.
«Wir haben uns stetig verbessert und an den Motorrädern gearbeitet. Alles lief gut und wir waren zuversichtlich», erzählte der Deutsche. «Am Sonntag hatten wir schwierige Bedingungen. Die Reifenwahl für das Rennen war 50:50, aber wir haben alles richtig gemacht, Matteo konnte die Risiken managen, hat keine Fehler gemacht und einen Podiumsplatz eingefahren. Wir hatten eine tolle Woche, super Stimmung, alle waren glücklich. Es ist fantastisch, so in die Saison zu starten.»
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