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Markus Reiterberger sieht Euro Moto als WM-Chance für IDM-Talente
Ex-WM-Pilot Markus Reiterberger spricht über die Rolle der Euro Moto und hofft, dass die Serie der Nachfolger der Superstock-EM wird, die ihm 2018 die Rückkehr in die Superbike-WM ermöglichte.
Mit der Neuausrichtung der IDM Superbike zur Euro Moto entsteht innerhalb der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft eine Plattform, die wieder stärker als Sprungbrett auf internationaler Ebene fungieren soll. Einer, der diese Entwicklung besonders aufmerksam verfolgt, ist Ex-WM-Pilot Markus Reiterberger. Der frühere Superstock-EM-Champion hofft, dass die neue Serie eine ähnliche Bedeutung erlangen kann wie einst die Europameisterschaft, über die er selbst 2018 den Weg zurück in die Superbike-Weltmeisterschaft fand.
Die Euro Moto 2026 verspricht aus IDM-Sicht ein starkes Teilnehmerfeld: IDM-Champion Lukas Tulovic (Ducati) trifft auf Markus Reiterberger (BMW), Ex-Grand-Prix-Pilot Marcel Schrötter (BMW) sowie den ehemaligen IDM-Champion Florian Alt (Honda). Für die nationale Szene ist diese Konstellation ein klares Signal: Die neue Serie soll sportlich anspruchsvoll sein und gleichzeitig als Schaufenster für internationale Aufgaben dienen.
Reiterberger, letzter Champion der damaligen Superstock-EM, bedauert bis heute das Aus dieser Meisterschaft. «Ich hoffe, dass die Euro Moto den Platz der ehemaligen Superstock-EM übernimmt. Das war meiner Meinung nach ein hervorragendes Sprungbrett. Auch ich habe über diese Meisterschaft noch einmal den Weg in die Superbike-WM gefunden. Es wäre schön, wenn die Euro Moto diese Rolle künftig übernimmt», erklärte der Bayer im exklusiven Gespräch mit SPEEDWEEK.com.
Vorbild Superstock-EM: Talentschmiede mit WM-Perspektive
Die frühere Superstock-EM war über Jahre hinweg eine echte Talentschmiede. Zahlreiche Fahrer nutzten die seriennahe Kategorie als Karrieresprungbrett in die Weltmeisterschaft. Auch Toprak Razgatlioglu durchlief die Stock-Klasse, bevor er sich in der Superbike-WM etablierte. Danilo Petrucci fuhr ebenfalls in der Stock-WM und machte später als MotoGP-Werkspilot auf sich aufmerksam, Aprilia-MotoGP-Tester Lorenzo Savadori krönte sich 2015 zum Champion, und Michael Rinaldi holte 2017 den Titel, ehe auch er den Sprung in die Weltmeisterschaft schaffte.
Seit dem Ende dieser Serie ist der Weg von nationalen Meisterschaften in Richtung WM deutlich komplizierter geworden. Reiterberger beobachtet diese Entwicklung mit Sorge. «Früher haben es nur wenige Talente aus der IDM in die WM geschafft. Aus der BSB kamen deutlich mehr Fahrer, aber auch das hat sich inzwischen verändert», erklärt er. Selbst ein Bradley Ray habe nach dominanten Jahren in der Britischen Meisterschaft in der Weltmeisterschaft kaum Akzente setzen können. Hinzu komme, dass zuletzt zahlreiche Grand-Prix-Piloten in die Superbike-WM wechselten und die Plätze zusätzlich verknappten.
WM-Wildcards als schwierige Bewährungsprobe
Ein möglicher Weg auf die große Bühne sind Wildcard-Einsätze in der Superbike-Weltmeisterschaft. Doch gerade diese Auftritte bergen laut Reiterberger erhebliche Risiken. Das Niveau in den Superstock- und nationalen Klassen sei zwar hoch, doch die technischen Unterschiede zu einem vollwertigen WM-Superbike seien enorm.
«Wenn man plötzlich auf ein Motorrad steigt, dessen Komponenten man nicht kennt, ist es extrem schwierig, sofort Leistung zu bringen», sagt der BMW-Pilot. Viele unterschätzten, wie komplex es sei, mit einem WM-Bike ein oder zwei Sekunden schneller zu fahren. Fahrwerk, Elektronik, Motorcharakteristik, Gewichtsverteilung – selbst Details wie ein anderer Tank veränderten das Gesamtpaket spürbar. «Man muss regelmäßig auf so einem Motorrad sitzen, um es wirklich zu verstehen», betont Reiterberger.
Bei seinen eigenen Wildcard-Einsätzen trat er mit einem Motorrad in Serienkonfiguration an. Besonders am Lausitzring konnte er damit respektable Ergebnisse erzielen und bis in die Top-10 vorstoßen. Eine
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