Julian Puffe verpasst IDM-Podest nur um Millimeter

Von Esther Babel
IDM Superbike
Julian Puffe

Julian Puffe

Mit der BMW vom Team alpha Racing-Van Zon war der Schleizer beim IDM-Auftakt in Oschersleben gut unterwegs. Jan Halbich und Dominic Schmitter versalzen im die Pokal-Suppe. Revanche ist angesagt.

Julian Puffe hatte an die IDM und die IDM-Strecken nur noch schwache Erinnerungen. «In Oschersleben war ich vor fünf Jahren zuletzt», erklärte er. «Nach meiner Zeit im Junior Cup bin ich in Deutschland ja kaum noch gefahren. Aber ich finde es hier in Oschersleben cool. Im Training musste ich mich nach meiner Teilnahme am Langstrecken-WM-Lauf erst einmal wieder umgewöhnen, denn dort waren wir mit einer ganz anderen Geometrie unterwegs. Hier im Team gefällt es mir sehr gut. Alles ist top vorbereitet und mein Crew-Chief kennt sich super mit der Elektronik aus. Ausserdem sprechen alle deutsch, das hatte ich in der Vergangenheit noch nie, es herrscht einfach eine super Atmosphäre.»

Im Training machte es Puffe dann spannend. Vor allem im zweiten Quali trieb er den Puls seiner Boxen-Crew in die Höhe, als er in den letzten Minuten nochmals Anlauf nahm und auf die vierte Startposition hinter Honda-Mann Jan Halbich flitzte. «Mein Crew-Chief Jens Schulze stellte mir für die Zeittrainings ein super Motorrad hin», erklärt Puffe. «Die Qualifyings in der IDM laufen komplett anders ab, als ich es aus den letzten Jahren gewohnt war. Zwei mal 45 Minuten und mehrere Reifenmischungen zur Auswahl war völliges Neuland für mich.»

Für Adrenalin-Schübe sorgte der Schleizer dann auch im ersten Rennen. Erst schien es, als hätte er es sich in der Verfolgergruppe noch bequem gemacht, als er im letzten Renndrittel auf den Angriffsmodus umschaltete. Puffe löste sich gekonnt von seinen Hintermännern und machte Jagd auf Halbich. Der Abstand zwischen den beiden war beim Winken der schwarz-weiß karierten Flagge nicht zu erkennen. Ein Blick auf den Zeitenmonitor brachte die Gewissheit. Platz 4 für Puffe, mit einem Rückstand von knappen 0,064 Sekunden. «Ich hatten den dritten Platz schon sicher», beschreibt er seinen Griff nach dem Pokal. «Doch in der letzten Kurve ist mir der Gang rausgesprungen.»

Auch im zweiten Lauf präsentierte sich Puffe in Bestform und konnte vor allem in der zweiten Halbzeit Meter gutmachen. Obwohl er nach dem Start sogar kurz durch den Dreck musste. Bis zur Gruppe, die verbissen um Platz 3 fightete, kämpfte sich Puffe wieder nach vorne. Doch in der IDM Superbike wird mit harten Bandagen um die Podestplätze gekämpft. «Wir wechselten oft die Positionen», so Puffe, «leider mit dem schlechteren Ende für mich. In der letzten Runde lieferte ich mir mit dem ehemaligen Superbike-WM-Fahrer Dominic Schmitter einen heißen Kampf mit vielen Berührungen. In der vorletzten Kurve überholte ich ihn erneut. Ich konnte die Linie nicht ganz halten und musste mich am Ende geschlagen geben. Wieder das Podest um 0,2 Sekunden verpasst. Trotzdem bin ich sehr gute Rundenzeiten gefahren und weiß, wo mein Weg hingeht. Beim nächsten Lauf greifen wir wieder an und ich werde alles dafür tun, um das Treppchen zu erreichen.»

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