Lorenzo Lanzi wird zum Mikhalchik-Bezwinger

Von Esther Babel
IDM Superbike
In Assen war der Italiener wieder für das MGM-Team von Michael Galinski bei der IDM am Start. Im zweiten Rennen spielte er seine gesamte Erfahrung aus und schaffte es als Erster Nicht-BMW-Fahrer, einen Sieg einzufahren.

Dieser Einsatz dürfte sich für das Cuxhavener-Sponsor-Trio gelohnt haben. Man hatte zusammengelegt und damit einen weiteren Einsatz des ehemaligen WM-Piloten Lorenzo Lanzi im MGM Racing Team von Michael Galinski möglich zu machen. Der Italiener, der sein zweites Wochenende mit dem Yamaha-Team unterwegs war, beeindruckte vom Freitag an mit schnellen Rundenzeiten.

In einem spannenden zweiten Qualifying am Samstagnachmittag sicherte sich der Italiener mit seiner schnellsten Runde von 1:39.905 Minuten den zweiten Startplatz, nur 0.010 Sekunden hinter Pole-Setter Ilya Mikhalchik. 

Im ersten Rennen erwischte Lanzi einen guten Start und lag in den ersten Runden auf dem zweiten Rang. Doch zu Ende fuhr er das Rennen nicht, sondern landete in der Box. «Es ist bei Lorenzo leider etwas schief gelaufen», erklärte anschließen Galinski, «denn die Elektronik sprang nach wenigen Runden auf den Regenmodus und er kam zurück in die Box. Das war natürlich super schade, denn er lag an zweiter Stelle.»

Doch der 36-Jährige schlug mit einer unglaublichen Leistung im zweiten Rennen zurück. Nachdem er zunächst erneut seinen zweiten Platz verteidigen konnte, griff er den Führenden Ilya Mikhalchik in der letzten Runde an und feierte schließlich seinen ersten Sieg zusammen mit dem MGM Racing Team.
«Dieses Wochenende war toll», jubelte der Italiener. «Wir haben wirklich gute Arbeit geleistet und uns mit jeder Session nach und nach gesteigert. Das erste Rennen verlief etwas unglücklich, aber im zweiten Lauf haben wir alles wieder wettgemacht und zwar mit einem Sieg auf Yamaha, wobei dieses Jahr bisher nur BMW gewinnen konnte. Ich möchte mich beim gesamten Team und allen Sponsoren bedanken und hoffe, dass ich auf dem Hockenheimring zurück sein kann.»

Strahlende Gesichter auch bei Galinski, seiner Mannschaft und den mitgereisten Sponsoren. «Das war ein sehr, sehr guter Abschluss», erklärte der Chef am Ende des Tages. «Das zweite Rennen war überragend. Lorenzo hat sich alles wirklich schön eingeteilt, hat in der Mitte des Laufes die Reifen geschont und zum Ende hin die schnellsten Runden gedreht, was wirklich super war. Wir arbeiten im Moment daran, in Hockenheim auch noch mit Lorenzo Lanzi anzutreten. Dieses Wochenende hat wirklich viel Freude bereitet, er ist von der ersten Minute an schnell gefahren und so wie er sich das Rennen eingeteilt hat, war wirklich genial. Hut ab.»

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