Evren Bischoff: Suzuki-Cup und SSP300 statt IDM SBK

Von Esther Babel
Gabor Rizmayer, Balint Kovacs und Evren Bischoff (v.li.)

Gabor Rizmayer, Balint Kovacs und Evren Bischoff (v.li.)

Das Team Suzuki Alber-Bischoff steht beim Auftakt der IDM Superbike nicht in der Startaufstellung. Dafür unterstützt der Teamchef mit dem IDM-Sieger Gabor Rizmayer Bálint Kovács im GSX R Cup.

«Der letzte IDM Superbike-Sieg für Suzuki dürfte jetzt so zehn Jahre her sein», überlegt Evren Bischoff, Chef des Team Suzuki Alber-Bischoff. Die Erinnerung trügt nicht. Der Ungar Gabor Rizmayer, damals Bischoffs Schützling, gewann in der IDM Superbike-Saison 2009 einen Lauf am Sachsenring und einen in Schleiz. Danach folgte eine von BMW geprägte, mit gelegentlichen Yamaha-Unterbrechungen gespickte Dominanz des bayrischen Herstellers. Unterbrochen nur durch den fulminanten Ducati-Auftritt des späteren Meisters Javier Fores und dem ehemaligen Superbike-WM-Piloten Max Neukirchner.

Bischoff wird auf dem Lausitzring keinen Piloten in die IDM Superbike schicken. Lange Verhandlungen, unter anderem mit Luca Grünwald, führten nicht zu dem gewünschten Erfolg. «Es gibt gute Fahrer, die in den Top-Ten landen und auch mal Richtung Podest fahren können. Aber das alles will finanziert sein. Wir haben ein gutes Budget beisammen, aber der Fahrer muss sich am Reifenpaket und beim Nenngeld beteiligen. Es geht leider nicht anders.»

Mit der Rechnung bei Alleinausrüster Pirelli und dem Nenngeld von knapp 1000 Euro pro Wochenende kommt man da schnell auf einen Batzen in Höhe von 20.000 Euro. «Bei manchen Fahrern gibt es zu viele Überschneidunge mit der Endurance oder anderen nationalen Meisterschaften», erklärt Bischoff weiter. «Man kann ja den Sponsoren oder auch Suzuki nicht erklären, dass man vorne mitfahren will und dann ist man nur bei fünf oder sechs Rennen dabei. Und bei den meisten IDM-Teams ist eben eine Fahrer-Gage nicht drin, eher im Gegenteil. Natürlich ist es auch für manche Fahrer ein Hemmnis, dass eben die letzten Jahre immer nur BWM oder ab und an mal Yamaha gewonnen hat. Da stehen die jetzt nicht Schlange.»

Um sich eine Top-Fahrer zu leisten, der das Motorrad auch entsprechend voran bringt und auf dem nötigen Stand hält, bedarf es großer Investitionen. «Das können wir als Privatteam nicht leisten», stellt Bischoff klar. «Es ist ein Teufelskreis.»

Doch Bischoff schaut sich die Lage am Lausitzring genauer an, denn das letzte Wort ist auch da noch nicht gesprochen. Bis dahin arbeitet er wieder mit dem Ungar Gabor Rizmayer zusammen, der einen jungen Landsmann im Suzuki GSX R 1000 Cup betreut. Bálint Kovács wurde im Vorjahr Dritter im Cup und will nun nach dem Titel greifen. Seit seinem vierten Lebensjahr ist Kovács auf dem Motorrad unterwegs und arbeitet sich über 50 und 125 cc-Clubmeisterschaften nach vorne. Auch ein Abstecher in die Alpe Adria Meisterschaft und beim ADAC Junior Cup stehen in seinem Lebenslauf.

Der Suzuki-Cup ging im Vorjahr klar an Maximilian Weihe, Zweiter wurde beim Finale Leon Langstädtler, beide steigen jetzt in die IDM auf, und Kovács verpasste nach einem Sturz in Hockenheim den Vizetitel um vier Punkte und wurde Dritter. Die Saison 2019 soll auf dem ersten Platz enden. Bischoff wird die ungarische Mannschaft beraten und mit seiner Firma Race-Europe unterstützen. Obendrauf steht Bischoff dem IDM-Gast Adam Kakuszi in der IDM Supersport 300 zur Seite.

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