Mikhalchiks Doppelerfolg in Spanischer Meisterschaft

Von Esther Babel
IDM Superbike
Ilya Mikhalchik (41) liegt mit der EWC-BMW vorne

Ilya Mikhalchik (41) liegt mit der EWC-BMW vorne

Der Ukrainer vom IDM Team alpha Racing-Van Zon-BMW reitet weiter auf der Siegeswelle. Nach seinen Erfolgen in der Deutschen Meisterschaft ist jetzt die Serie in Spanien dran.

Die spanische GP-Strecke in Jerez gehört zu den Lieblingsstrecken des IDM Superbike-Meisters Ilya Mikhalchik. «Ich mag Strecken, die so flüssig zu fahren sind», erklärte er nach seinem Ausflug in den Süden Europas.

Nach dem Finale der IDM Ende September auf dem Hockenheimring und vor dem Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Malaysia überbrückte der Ukrainer aus dem Team von Werner Daemen die Pause mit einer Reise nach Spanien und den beiden Läufen der Spanischen Superbikemeisterschaft. Mit dabei auch sein WM-Teamkollege Kenny Foray. Beide starteten in der Klasse Open und fuhren ihre Rennen gemeinsam mit den Piloten der Superbike-Kategorie.

Die Rennen in der Superbike-Kategorie gewann beide Male Maximilian Scheib. Der Sieg in der Open-Wertung ging beide Male an Mikhalchik. Im ersten Rennen hatte Mikhalchik Scheib sogar mit seiner persönlichen Bestzeit von 1.43,465 unterboten und kam mit einem Zwei-Sekunden Rückstand hinter dem SBK-Trio im Ziel an. Auf Platz 2 landete in der Open-Class mit Erwan Nigon ein alter Bekannter aus der IDM Superbike.

Beiden Piloten nutzten die guten Bedingungen in Spanien zu Reifentests. In der IDM setzten beide auf Reifen von Pirelli. Mikhalchik testete nun Dunlop-Reifen für die Malaysia-Reise, Nigon ging wie schon seit Jahren seinem Testfahrer-Job bei Michelin nach.
Auch wenn der Abstand zur Spitze im zweiten Lauf etwas größer geworden war, Scheib hatte eine Bestzeit von 1.42,075 hingelegt, ging der Siegerpokal der Open-Wertung wieder an den Deutschen Meister.

«Es war mehr ein Test-Wochenende und ich bin nicht wirklich um Ergebnisse gefahren», meinte Mikhalchik anschließend. «Das war das erste Mal, dass ich Dunlop-Reifen mit diesem Motorrad getestet habe. Es war also alles neu und wir haben das ganze Wochenende am Set-up gearbeitet. Die Jungs hier sind alle ziemlich schnell, aber ich konnte gut mithalten. Im ersten Rennen bin ich lange Zeit auf Platz 2 gefahren und konnte um den Gesamt-Sieg kämpfen. Doch der Grip hat ziemlich schnell nachgelassen und dann bin ich etwas zurück gefallen.»

«Das war leider auch im zweiten Rennen der Fall», erzählt er weiter. «Ich war wirklich schnell, aber nicht schnell genug, um zu gewinnen. Aber wie ich schon gesagt habe, lag die Konzentration dieses Wochenende mehr darauf, die Reifen für die Langstrecken-WM zu testen. Auch wenn mein Gefühl mit dem Bike nicht perfekt gewesen ist, bin ich mit dem Speed sehr zufrieden. Die Entwicklungsarbeit mit Dunlop war sehr gut dieses Wochenende. Wir konnten große Fortschritte machen und das ist sehr wichtig für unseren nächsten Einsatz mit der EWC in Malaysia. Ich habe das Wochenende wirklich genossen und würde mich freuen, wenn ich irgendwann in Zukunft wieder einen Einsatz in der ESBK hätte, dann kann ich vielleicht sogar um den Sieg kämpfen.»

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