Eine Runde mit Jörg Teuchert

Von Esther Babel
IDM Superbike
Jörg Teuchert erklärt den Kurs

Jörg Teuchert erklärt den Kurs

Der ehemalige Supersport-Weltmeister erklärt, wo es auf dem EuroSpeedway Lausitz lang geht.

Auf der Start-Ziel-Geraden schalten wir bis in den sechsten Gang. Das einzige Mal, wo wir den sechsten Gang überhaupt brauchen. Der Bremspunkt auf die erste Links liegt bei 200 Meter, drei Gänge runter schalten.

Die erste Links versuche ich ganz eng zu fahren. Beim Einlenken in die nächste Kurve gibt es einige Bodenwellen, dort besteht Sturzgefahr. Man muss den Bremspunkt sauber erwischen und darf nicht zu schnell rein fahren. Die anschliessende Rechtskurve ist unproblematisch. Bei Kälte muss man vorsichtig sein. Es ist die erste Rechtskurve und da könnte dann der Reifen kalt sein.

Die folgende Linkskurve ist wichtig für die Beschleunigung auf die lange Gegengerade. Am Anfang gibt es einige Bodenwellen. Man muss früh am Gas sein und mit Gefühl über die Welle fahren. Man muss den Punkt abwarten, bis man über die Wellen drüber ist, dann kann man voll ans Gas gehen. Also mit Zug über die Wellen und dann Vollgas. Vom zweiten geht es in den fünften Gang.

Nach der Gegengeraden heisst es maximal spät bremsen. Die Orientierung ist etwas schwierig. Es gibt dort viele Verbremser. Die Strecke geht weiter geradeaus in Richtung Oval. Da riskiert man schon mal etwas mehr.

Der anschliessende Rechtsknick ist nichts Besonderes. Die anschliessende Links geht leicht bergauf und verläuft in einem Radius. Solche Kurven findet man auch in Brünn. Man muss den Punkt kennen, ab dem man beschleunigt. Die Kerbs rechts sieht man erst ganz zum Schluss. Es gibt keine Anhaltspunkte.

Im Infield kommt die klassische dritte Gang Kurve. Es ist schwierig sich dort eine Linie zu basteln, da dort die Bodenwellen sehr stark sind. Man fährt einen Kompromiss aus Sicherheit, Ideallinie und Bodenwellen. Eigentlich ging es dort ohne die Wellen schneller.

Jetzt geht es wieder hoch bin in den fünften Gang. Die Links muss man sauber fahren, um mit Schwung durch den Rechtsbogen zu kommen. Ich wähle dort den kurzen Weg. Das geht alles im vierten Gang.

Bei der Schikane vor Start und Ziel geht es rechts über die Kerbs drüber. Bei der Kurve auf die Start- und Zielgeraden wird der Radius grösser und die Kurve hängt nach aussen. Ich gebe lieber einen Meter später Gas und fahre einen engeren Bogen.

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