Patrick Vincon: «Plötzlich war ich Beifahrer»

Von Esther Babel
IDM Seitenwagen
Dominik Vincon ist erfolgreich in der IDM Superstock unterwegs. Dafür musste sein kleiner Bruder Patrick zurückstecken, landete aber dann überraschend im Seitenwagen.

Bei der Familie Vincon gab es die Rennfahrer immer im Doppelpack. Auch im letzten Jahr fuhren beide in der IDM Supersport. Während in diesem Jahr Dominik Vincon mit einer BMW S 1000 RR in die IDM Superstock einstieg, war für den kleinen Bruder Patrick erst einmal Schluss mit Motorrad-Rennsport.

Denn das Geld reichte nur noch für einen der beiden Vincon-Brüder. «Und deswegen fährt jetzt Dominik», meint Patrick Vincon im Hinblick auf die ansehnliche Erfolgsbilanz seines Bruders.

Doch Dominik Vincon ist auch neben der Rennstrecke fleissig gewesen und bandelte mit Janna Eilers an, deren Vater schon seit Jahren ein fester Bestandteil der IDM Seitenwagen ist. Allein der Liebe wegen muss Dominik Vincon weiterhin Rennen fahren. Denn während Familie Vincon im Badischen zuhause ist, lebt Familie Eilers in Friesland. Getroffen wird sich an der Rennstrecke.

Doch die badisch-friesische Connection funktioniert auf breiter Ebene. Als nämlich Helga Gierlinger, Frau und Beifahrerin von Seitenwagen-Pilot Peter Gierlinger, verletzungsbedingt für das Rennen in Schleiz ausfiel, wurde fieberhaft nach einem Ersatz gesucht. Unter anderem fragte man auch bei Dieter Eilers und seiner IG Gespannrennen nach.

Der Beifahrer war dort mit Patrick Vincon rasch gefunden. «Ehrlich gesagt», gesteht Vincon, «dachte ich anfangs schon, Seitenwagen wäre eher ein Sport für Senioren. Aber es hat total Spaß gemacht. Komisch war am Anfang nur, dass man als Beifahrer eben keine Kontrolle über das Motorrad hat.»

In Schleiz schlug sich Vincon wacker und das Gespann Gierlinger/Vincon konnte die Rundenzeiten aus dem Vorjahr sogar verbessern. «Schleiz war aber eine stressige Strecke», meint Vincon. «Da ist man dauernd in Bewegung. Vielleicht fahre ich noch mal ein Rennen mit. Wer weiss.» Bei den Rennen in Schleiz holte das ungleiche Gespann die Plätze 8 und 7.

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