Chris Stange meldet sich mit IDM-Podium zurück

Von Esther Babel
Seit dem IDM-Auftakt im Mai hatte IDM Supersport-Pilot vom Team Weber Motos gefehlt. Die Brüche sind verheilt und in Oschersleben meldete sich Stange zurück. Pokal inklusive.

Chris Stange hatte in den letzten Wochen reichlich trainiert und mit seinem Physiotherapeuten daran gearbeitet, um für das Rennen in Oschersleben optimal gerüstet zu sein. So ganz zu seiner alten Stärke hatte Stange noch nicht zurückgefunden, auch die fehlenden Renn-Kilometer muss er erst einmal aufarbeiten. «Ich war am Wochenende schon noch etwas eingeschränkt mit meinem Handgelenk», schildert er. «Ich war in der Woche vorher mit dem Supermoto ein wenig einrollen. Da wusste ich, dass ich über die Distanz ein paar Probleme kriegen würde. Aber auf mein Moped habe ich mich trotzdem voll gefreut.»

Bei einem Kahnbeinbruch ist für einen so kleinen Knochen eine verhältnismäßig lange Ruhephase erforderlich, um wieder zu heilen. «Das war auch am Wochenende mein Hauptproblem. Die Fitness passt, aber mit der Kraft war es auf Dauer schwierig. Ich durfte ewig nichts machen, da der Knochen und der Bruch nicht erschüttert werden durften. Da kann man dann schlecht Krafttraining machen.»

Doch Stange schlug sich ausgezeichnet nach seiner Rückkehr in die IDM. «Ich bin echt froh wieder da zu sein», versicherte er, nachdem er im ersten Rennen den sechsten Platz geholt hatte. Er hatte zwar tapfer in der Verfolgergruppe im Kampf um die Podestplätze mitgehalten, doch gegen Rennende fehlte es ein wenig, um noch aus eigener Kraft einen Angriff zu starten. Dafür lief es in Lauf 2 umso besser. Die Strecke war nach einem Regenschauer noch zum großen Teil feucht und Stange musste sich auf der abtrocknenden Piste wie seine Kollegen an die schwierigen Verhältnisse herantasten. Doch vom Start weg kam Stange bestens klar, hielt die Konkurrenten gekonnt auf Abstand und belohnte sich und seine Mannschaft mit Platz 3.

«In bin platt», schnaufte er nach der Zieldurchfahrt. «Natürlich waren es schwierige Bedingungen, aber ich habe gezeigt, dass ich wieder an der Spitze mitfahren kann. Ich wollte es halt auch nicht wegschmeißen. Wie die meisten habe ich auf normale Trockenreifen gesetzt. Vasco van der Valk hat es probiert und wir haben es uns drei Kurven lang gegeben, ich ihm am Ende ein wenig mehr. Ganz ungewohnt ist das Gefühl auf dem Podium ja nicht für mich. Einfach schade, dass ich noch nicht so ganz fit bin. Aber es war trotzdem gut.»

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