Reisechaos aufgrund des Iran-Kriegs: Auch MotoGP-Paddock betroffen
Die Heimreise aus Thailand wurde auch für die Protagonisten der MotoGP-WM zu einer Geduldsprobe – die Teams mussten improvisieren. Ducati, KTM und Intact GP berichten von ihren Erlebnissen.
In der MotoGP-WM hat der gesamte Tross am Sonntagabend die Heimreise aus Thailand angetreten. Das nächste Rennwochenende steigt erst wieder ab dem 20. März in Goiania in Brasilien. Auf Grund der derzeitigen Kriegshandlungen und Turbulenzen, die nun neben dem Iran auch einige Golfstaaten erreicht haben, stand seit Sonntag zum Beispiel auch der Flughafen in Dubai still.
Dubai gilt als eine zentrale Achse im weltweiten Flugverkehr, die meisten Flüge aus Thailand legen dort Zwischenlandungen ein. Weniger betroffen sind davon die MotoGP-Fahrer, die großteils aus Thailand direkt mit privaten Maschinen nach Hause gejettet sind. Anders lief es für die Crews aus dem Fahrerlager oder Fahrer aus den kleineren Kategorien.
Moto2-Sieger Manuel Gonzalez spielte Golf
Moto2-Rennsieger Manuel Gonzalez aus dem Intact-GP-Team vertrieb sich den Montag in Thailand durch die neu entstandene Wartezeit auf seinen Heimflug mit einer Session Golf auf der Driving Range. «Bei uns waren ein paar Leute betroffen, wir konnten aber gerade noch so umbuchen – über China», berichtet Karina Homilius, Pressesprecherin und Teamkoordinatorin von Intact GP.
Ducati-Lenovo-Teammanager Davide Tardozzi hat die Turbulenzen umgangen. «Ich hatte Glück und hatte bereits im Vorfeld einen türkischen Flug gebucht – ich bin über Istanbul geflogen und dann von dort weiter nach Hause nach Italien.» Der Italiener weiß jedoch: «Es gab aber zahlreiche Teams, die vom Flugchaos betroffen waren.» Bitter: Einfache Einweg-Economy-Flüge aus dem Urlaubsdomizil Dubai schlagen sich aktuell für Mitteleuropäer plötzlich mit Preisen von 3.000 bis 6.000 Euro zu Buche.
Urlauber nehmen dennoch so gut wie jede Option wahr, um nach Hause zu kommen – die Nachfrage nach den Flügen ist überbordend. Davide Tardozzi berichtet gegenüber SPEEDWEEK.com aus dem eigenen Umfeld im Ducati-Werksteam: «Wir haben im Team sämtliche Flüge umgestellt. Unsere Teammitglieder sind teilweise auf verschiedenste Ersatz-Flüge aufgeteilt worden. Sie konnten Thailand schließlich im Laufe des Montags verlassen.»
Auch KTM musste teilweise umdisponieren
Auch bei KTM lief nicht alles reibungslos. «Der Großteil des Teams inklusive mir konnte am Montag schon abreisen und hatte keine Berührungspunkte mit den Krisenregionen», berichtet Rennsport-Manager Jens Hainbach. «Ein paar wenige Kollegen sind dann in der Nacht auf Dienstag mit einem eigens organisierten Charter für MotoGP-Personal in Richtung Mailand ausgeflogen worden. Von dort aus kommt man dann gut weiter in die europäischen Metropolen. Bis spätestens Mittag sollten alle wohlbehalten zu Hause angekommen sein.»
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