IDM Schleiz: Max Enderlein gewinnt SSP-Wirrwarr

Von Esther Babel
IDM Supersport 600

Nach einem Sturz von Marc Buchner wurde das Rennen abgebrochen. Beim zweiten Anlauf machte Kevin Wahr einen Frühstart. Am Ende gewinnt Max Enderlein und baut die Gesamtführung aus.

Mit 28 Piloten war das Feld der 600er-Abteilung in Schleiz am besten besucht. Doch dahinter verbergen sich zwei Klassen, die IDM Supersport 600 und der Superstock 600 Cup, welche das Rennen gemeinsam austragen, aber getrennt gewertet werden. Alle sind auf einer Yamaha R6 unterwegs, einzige Ausnahme ist der Schweizer Gabriel Noderer vom Team Kawasaki Schnock Motorex.

In der ersten Startreihe tummelte sich das Podest-Trio aus Zolder: Max Enderlein vom Team Freudenberg, Marc Buchner vom Team Buchner Motorsport und Daniel Rubin vom Rubin Racing Team. In der Mitte der zweiten Startreihe hatte Kevin Wahr Platz genommen, der nach Zolder vom Team Romero auf die Yamaha des Teams mvr gewechselt war. Dominik Vincon hatte derweil bei Diego Romero angedockt und vergnügte sich nach fünf Jahren Superbike mal wieder in der kleineren Klasse. Er ging als Neunter ins Rennen. Schnellster Superstock Pilot war Moritz Jenkner vor Stefan Ströhlein und Marco Fetz.

Die Führung übernahm nach dem Start ins erste Rennen erst einmal Marc Buchner, gefolgt von Daniel Rubin. Keine gute Startrunde hatte dagegen Max Enderlein, der als Dritter eine Sekunde auf das Führungs-Duo verloren hatte. Während sich Enderlein an Rubin heranarbeitete, machte sich Buchner aus dem Staub. 1,3 Sekunden Vorsprung nach zwei Runden. Ebenfalls Chancen auf eine Podestplatz rechneten sich Kevin Wahr, Dennis, Lippert und Dominik Rubin aus.

Buchner spulte an der Spitze sein Ding ab. Enderlein hatte Daniel Rubin hinter sich gelassen, der auch noch von Wahr geschnappt wurde. Doch in der vierten Runde sah plötzlich alles anders aus. Enderlein führte, 0,2 Sekunden vor Wahr und Rubin. Buchner war gestürzt, das Rennen musste mit der roten Flagge abgebrochen und der Yamaha-Pilot ärztlich versorgt werden. Bei Posten 1 hatte es den Führenden erwischt, der Fahrer sein ansprechbar die Meldung.

Kurz später wurde das Rennen über eine Distanz von acht Runden wieder gestartet. Enderlein, Wahr, Daniel Rubin ging aus der ersten Reihe ins Rennen. Doch es waren die Neueinsteiger Lippert und Dominik Rubin, die nach dem Erlöschen der Ampel am schnellsten wegkamen.

Schlechte Nachrichten gab es für Kevin Wahr. Die Rennleitung hatte eine Frühstart beim Nagolder gesehen. Auf der Strecke war er aber noch der Erste vor Enderlein, Lippert, den Rubin-Brüdern, Christoph Beinlich und Dominik Vincon. Enderlein, der als Führender der Gesamtwertung nach Schleiz gekommen war, stellte die Ordnung aus seiner Sicht wieder her und übernahm die Führung, auch Lippert schlüpfte noch bei Wahr durch. Marco Fetz war Spitzenreiter in der Superstock Wertung und Zehnter der Gesamtwertung.

Enderlein regierte von der Spitze weg. Auf dem Monitor war Wahr nach wie vor auf Platz 2 unterwegs, immer noch mit der Ansage eines Frühstarts. Christoph Beinlich hatte sich noch an Lippert vorbei gedrängelt und tauchte hinter Enderlein, Wahr und Daniel Rubin als Vierter auf. Bei der Superstock-Abteilung hatte Moritz Jenkner den ersten Platz von Fetz übernommen.

Als Sieger brauste Enderlein über die Ziellinie. Wahr hatte als Zweiter nur 0,04 Sekunden dahinter die Flagge gesehen. Doch einen Pokal gab es dafür nicht. Er bekam stattdessen eine Zeitstrafe von 20 Sekunden aufgebrummt. Normalerweise heißt die Strafe einmal durch die Boxengasse. Doch bei der Schleizer Boxengasse macht das wegen der örtlichen Gegebenheiten keinen Sinn. Platz 14 lautete für Wahr das vorläufige Ergebnis. Die Pokale gingen an Rubin und Beinlich.

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