Sorgenfalten für Aston Martin: Martin Brundle warnt vor Schneeballeffekt
Als Adrian Newey zu Aston Martin wechselte, hoffte man auf schnelle Fortschritte. Stattdessen legte das Team einen Albtraum-Start in die neue Saison hin. Es wird dauern, bis es wieder bergauf geht.
Damit hatte keiner gerechnet: Das Aston Martin Team erlebte eine Vorsaison zum Vergessen: Erst startete die Mannschaft von Lawrence Stroll verspätet in die Testphase. Während die Konkurrenz beim Shakedown-Test in Barcelona bereits eifrig ihre Runden drehte, war vom GP-Renner aus Silverstone noch nichts zu sehen. Erst am vorletzten Tag rückte Lance Stroll für die ersten Installationsrunden aus. Am darauffolgenden Tag übernahm dann Fernando Alonso das Steuer und drehte knapp 60 Runden.
Die Hoffnung, dass es bei den beiden offiziellen Vorsaison-Testfahrten auf dem Bahrain International Circuit besser laufen würde, erfüllte sich nicht. Technische Probleme sorgten dafür, dass das Duo kaum zum Fahren kam. Am Ende hatte der AMR26 etwas weniger als 400 Runden gedreht. Im Vergleich zur Konkurrenz besteht deshalb ein Wissensrückstand, wie Martin Brundle betont.
Konkurrenz mit grossem Wissensvorsprung
Der frühere GP-Pilot und heutige TV-Experte erklärte bei der «Sky Sports F1 Show»: «Für mich ist offensichtlich, dass die Korrelation zwischen den Daten im Windkanal, den CFD-Daten und dem, was die Stoppuhr sagt, überhaupt nicht gegeben ist. Das Auto wirkte nicht wie auf Schienen, als es auf der Bahn war.»
«Das grosse Problem ist, dass die Konkurrenz deutlich mehr Daten gesammelt hat. Mercedes hat mit vier Teams Erfahrungen sammeln können. Man kann sich vorstellen, wie viele Daten Mercedes nach neun Testtagen hat. Ferrari rüstet drei Teams aus, Audi hat sich gut angestellt, aber sie haben nur ihre eigenen Autos mit ihrem Motor. Und Honda hat nur Aston Martin. Das heisst, dass wenn das Auto nicht auf der Bahn ist, dann sammeln sie auch keine Daten», zählte der Brite auf.
«Das ist ein Schneeballeffekt, und Aston Martin steckt in grossen Schwierigkeiten. Ich bin überzeugt, dass sie die nötigen Mittel und den Grips haben, um etwas dagegen zu unternehmen. Aber das wird einige Zeit in Anspruch nehmen», ist Brundle sich sicher.
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