Michael Götz: IDM-Mechaniker bei Facebook gefunden

Von Esther Babel
IDM Supersport 600
Michael Gört (li.) und Hendrik Köster mit Jaqueline

Michael Gört (li.) und Hendrik Köster mit Jaqueline

Beinahe wäre der IDM Superstock-Pilot alleine zum seinem ersten Rennen des Jahres aufgebrochen. Doch über Facebook fand er Hendrik Köster. Gemeinsam schrauben sie in Oschersleben jetzt an Jaqueline herum.

Bisher lief die Saison für IDM-Superstockpilot Michael Götz eher ungeschmeidig. «Eh so ein chaotischer Saisonstart», beschreibt er sein bisheriges Motorsportjahr. «Bei den 1000 Kilometer Hockenheim Motorschaden nach 20 Runden - deswegen den IDM-Auftakt am Lausitzring verpasst und keine Punkte geholt. Das Startgeld war trotzdem bezahlt.»

«Das Moped wurde erst letzte Woche fertig», erzählt Götz weiter. «Ich bin seit acht Monaten, das war beim IDM-Finale in Hockenheim nicht mehr Motorrad gefahren und so weiter, und so weiter. Die anderen sind alle fit und werden mir in Oschersleben sicher schön den Arsch versohlen. Einfach ein beschissener Saisonauftakt. Macht kein Spaß so.»

Doch vorbei war der Chaos-Einstieg damit noch längt nicht. Vor ein paar Tagen der nächste Hilferuf. «Kommendes Wochenende startet die IDM, also ich, im Rahmen der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Oschersleben», war auf seiner Facebook-Seite zu lesen. «Da kurzfristig mein Mechaniker absagen musste, stehe ich jetzt vor dem Problem, dass ich alleine fahren muss. Deswegen mal die Frage hier in die Runde. Hat jemand von euch Zeit, Lust UND KANN auch noch etwas am Motorrad schrauben und würde dann mit mir fahren und/oder helfen? Los geht's am Mittwoch Mittag, zurück kommen wir am Sonntag. Auf wen das zutrifft, kann sich gerne bei mir melden.»

Los ging es dann erst am Mittwoch-Abend, Götz musste auf der Arbeit noch Stunden schrubben. Aber alleine war der Superstock-Pilot immerhin für den Oschersleben-Trip nicht mehr. «Nachdem einige meiner Freunde meinen Hilferuf gesehen und geteilt hatten, hat Hendrik Köster am Dienstag über Facebook zugesagt. Dann war der „Mist“ ja auch mal für was gut. Ich kenne ihn schon etwas länger durch den Rennsport. Er war woanders schon Schrauber und fährt selber Renntrainings. Seine Aufgaben werden sich hoffentlich auf Räder wechseln, tanken, generell nach Jaqueline, meiner R6, schauen und auf Hilfe in der Startaufstellung beschränken. Ich bin mal gespannt, wo ich landen werde.»

«Vielen Dank an alle, die auf meinen Hilferuf reagiert haben», sagt Götz. «Vor allem an Hendrik, der sich so schnell und kurzfristig frei genommen hat. Und auch vielen Dank an meine Sponsoren.»

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