Corvette gewinnt das GT-Rennen der IMSA in Virginia

Von Martina Müller
IMSA
Antonio García und Jan Magnussen sichern sich den Sieg beim drittletzten IMSA-Lauf 2017. Ford und Ferrari komplettieren das Podium. Großes Pech für den über weite Strecken führenden BMW von Bill Auberlen/Alexander Sims.

Beim IMSA-Rennen auf dem 5,263 Kilometer langen 'Virginia International Raceway' sind seit 2014 nur GT-Fahrzeuge zugelassen. Dementsprechend machen die 'seriennahen' Rennwagen den Gesamtsieg unter sich aus. Und bei der Ausgabe 2017 konnte wie schon im Vorjahr das Corvette-Duo Antonio García und Jan Magnussen jubeln. «Es ist eigentlich unglaublich, dass wir mit diesem Sieg nach Hause fahren. Ganz ehrlich, zu Rennmitte sah es danach aus, dass wir höchstens unsere Meisterschaftsführung hätten verwalten können. Aber dann drehten sich die Dinge in der letzten halben Stunden komplett. Das ist einfach nur phantastisch», konnte Magnussen sein Glück kaum fassen.

Der Grund dafür war eigentlich ganz simpel.  Das Rennen, welches über die IMSA-Standard-Distanz von zwei Stunden und vierzig Minuten ging, hatte einen ganz anderen Protagonisten. Schon in der ersten Runde setzte sich der BMW M6 GTLM von Bill Auberlen und Alex Sims an die Spitze des Feldes. Im Rennverlauf konnte keiner der Konkurrenten den Speed des bayrischen Wagens auch nur ansatzweise mitgehen, sodass teilweise ein Vorsprung von über 20 Sekunden auf der Uhr stand. Doch schon zu Rennmitte gab es den ersten Rückschlag. «Ich hatte einen Reifenschaden, schaffte es aber ohne Zeitverlust in die Box», erklärte Auberlen. Jedoch kam der BMW durch den etwas vorgezogenen Stopp leicht aus seinem Boxenstopp-Fenster. Somit musste Teamkollege Sims den Rest des Rennens äußerst spritsparend fahren, um einen Splash&Dash zu Rennende zu vermeiden.

Aber auch dies hinderte den BMW nicht daran, locker das Renngeschehen zu bestimmen.  Circa zwölf Minuten vor Schluss stellte sich dann vorne links ein weiterer Reifenschaden ein, sodass beim fälligen Stopp in der Box der sicher geglaubte und absolute verdiente Sieg flöten ging. «Ich bin bitter enttäuscht, wie sich das Rennen für uns entwickelt hatte. Den ersten Plattfuß konnten wir noch managen, aber der zweite Reifenschaden war einfach zu viel», fand Sims am Ende kaum Worte für den letztendlich eingefahrenen vierten Platz. Somit erbten Antonio García/Jan Magnussen den nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg.

Fast auf die Sekunde zeitgleich mit dem BMW-Pech brachten sich auch zwei weitere Fahrzeuge um eine Podiumsplatzierung. Tommy Milner, der in der zweiten Corvette saß und Ford-Pilot Dirk Müller touchierten sich im Infight auf der langen Geraden. Durch den daraus resultierenden Ausritt ins Gras und einem Reifenschaden bei der Corvette waren nur noch die Position fünf (Müller und Teamkollege Joey Hand) sowie sechs (Milner und Oliver Gavin) drin.

Damit ging Rang zwei an den über den gesamten Rennverlauf eher unauffällig fahrenden Ford GT von Richard Westbrook und Ryan Briscoe. «Wir hatten einen guten Start und konnten gleich ein paar Plätze gewinnen. Dann steckten wir etwas im Verkehr fest. Als ein paar Konkurrenten sich im Verlauf des Rennens selbst eliminierten, kamen wir letztendlich auf einen überraschenden zweiten Platz», zeigte sich auch Westbrook etwas ungläubig über das Resultat.

Rang drei ging an den Ferrari 488 GTE von Risi Competizione. Beim IMSA-Comeback des roten Renners hatte vor allem Toni Vilander zu Rennmitte sehr starke Runden in den Asphalt gezaubert. Ein Ausritt von Giancarlo Fisichella in der letzten halben Stunden ließ den Wagen zunächst bis auf die sechste Position zurückfallen. Durch die angesprochenen Zwischenfälle beim BMW, Ford und der Corvette reichte es am Ende doch noch für Rang drei.

Während der zweite BMW M6 GTLM von John Edwards/Martin Tomczyk schon früh im Rennen mit einem Defekt an der Servolenkung aussichtslos zurückfiel, konnten die beiden Porsche 911 RSR diesmal nicht die Pace der Konkurrenz gehen, was den beiden Weissacher Boliden die Plätze sieben und acht einbrachte.

In der GTD-Kategorie siegte der Lamborghini Huracán GT3 von Jeroen Mul/Corey Lewis (Change Racing), nachdem sie in keiner Runde des Rennens die Klassen-Führung abgegeben hatten.

Das nächste IMSA-Rennen findet am 24. September in Laguna Seca statt.

Hier das Ergebnis aus Virginia


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