Kévin Estre (Porsche): «Muss wieder Strecken lernen»
Der Franzose bestreitet 2026 die Saison in der amerikanischen IMSA-Serie im Porsche 963. Zuvor trat Estre in Vollzeit in der Sportwagen-WM (FIA WEC) an.
IMSA statt WEC: Für Porsches Langstreckenstar Kévin Estre beginnt in Daytona ein neuer Karriereabschnitt. Nach erholsamen Wochen, denn er erzählt: «Es war relativ ruhig – mein ruhigster Winter seit Jahren! Ich saß zwei Monate in keinem Rennauto. Ich hatte viel Zeit für die Familie, die Kids lernten Skifahren, wir waren auch Langlaufen und Schlittenfahren. Und wir machten Besuche bei meiner Familie in Lyon und bei der meiner Frau in Hannover. Wir genossen diese Zeit.»
Sportlich verspürt er doch einen gewissen Druck, denn. «Porsche Penske hat 2025 die IMSA-Meisterschaft gewonnen und alle großen Rennen dominiert. Wir sind in den USA die Messlatte. Mit Laurens Vanthoor und mir gibt es eine neue Fahrerpaarung für diese Serie. Matt Campbell ergänzt uns bei den Langstreckenrennen, aber wir kennen einander ja sehr gut. Nur fuhren wir zusammen noch nicht die amerikanische Meisterschaft. Allerdings kenne ich drei Strecken noch nicht: Detroit, Indianapolis und Watkins Glen. Es ist das erste Mal seit Langem, dass ich Strecken lernen muss!»
Vor dem ersten Marathon-Kräftemessen gibt es viele Unsicherheiten. DFr Wahl-Bregenzer erklärt: «Alle bringen Updates. Aber Porsche Penske hat bisher alle Details am besten zusammengebracht, das war unsere Stärke. Ich hoffe, sie bleibt das. Wir machten weniger Fehler als die anderen.»
Daytona ist nicht nur für den Franzosen ein Höhepunkt: «Einer, den ich noch nie gewinnen konnte. Daher fehlt mir auch die berühmte Siegeruhr. Sie zu gewinnen muss ich nachholen.» Weiters freut sich der 37-Jährige auf die sechs Stunden von Watkins Glen im Sommer. Und Einsätze abseits der IMSA? Da könnte sich noch etwas ergeben. «Ich gehe davon aus, bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring wieder dabei zu sein. Le Mans ist offen, weil sich ja Porsche werksseitig aus der WM zurückgezogen hat. Aber vielleicht ergibt sich im GT-Wagen oder in einem LMP2 eine Möglichkeit», sagt Estre. Arbeitgeber-Genehmigung natürlich vorausgesetzt.
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