«Indy verzeiht nichts»

Von Guido Quirmbach
Indy Car
Der kleinste Fehler endet in der Mauer: Hier Alex Tagliani

Der kleinste Fehler endet in der Mauer: Hier Alex Tagliani

Dreher in Indianapolis enden selten gut. Spektakuläre Einlage von Graham Rahal.

Die 500 Meilen von Indianapolis sind einerseits das schnellste Autorennen der Welt, gleichzeitig hat es die geringsten Auslaufzonen, nämlich gar keine. Jeder Fehler landet sofort im Beton. Schon Mario Andretti, der eine Hassliebe zu Indy hat und dort 1969 gewann, wurde einst mit den Worten zitiert: «Indy verzeiht nichts»

Helio Castroneves bewältigte seine vier Qualifikationsrunden mit einem Stundenmittel von 224,862 Meilen. Das sind 361km/h. Durchschnitt. Aber das ging schon schneller, Rekordhalter ist seit 1996 Arie Luyendyk mit 381km/h. Nochmals, wir reden von der Durchschnittsgeschwindigkeit. Zum Vergleicht, vor der Beschneidung der Formel 1-Motoren auf 2,4 ltr. lag der Geschwindigkeitsrekord bei 372 km/h, gemessen in Monza. Aber das ist der Top-Speed, nicht der Durchschnitt.

Am ersten Qualifikationswochenende gab es wieder reichlich Kleinholz. Denn die Mauer ist nah und beim kleinsten Fehler landet man in ihr. Und trotz Safety-Walls, sie ist immer noch sehr hart. Davon mussten sich bereits Mike Conway, Scott Sharp, Robert Dornboos, Alex Tagliani, Dan Wheldon und John Andretti überzeugen.

Der Neffe von Mario flog in Turn 1 ab und riss beinahe noch Graham Rahlal mit ins Verderben. «Ich weiss nicht, was los war, ich bin in Turn 1 eingefahren und hab das Heck verloren, das wars!»

Der dahinter kommende Rahal reagierte blitzartig und konnte seinen Dallara noch an Andretti vorbei ziehen. Zum Glück konnte er sein Auto noch vor der Mauer zum Infield abfangen. Rahal: «Ich musste reagieren und das so schnell wie möglich. Ich kam aus Turn 1 und sah überall nur noch Trümmer. Dann hab ich das Auto nach links verrissen und habe voll gebremst. Das war der Grund, weshalb ich mich gedreht habe. Ich hatte mich schon auf den Aufprall vorbereitet und die Hände vom Lenkrad genommen. Doch als der Wagen in der richtigen Richtung stand, habe ich die Bremse leicht aufgemacht und etwas Gas gegeben, da stand er plötzlich richtig»

Zum Glück blieben die Unfälle weitgehend ohne Folgen, nur Conway musste zur Beobachtung ins Krankenhaus. Am kommenden Wochenende gibt es die letzte Qualifikation und den Bump-Day, wo sich die Startaufstellung endgültig entscheidet. Das Rennen über 200 Runden auf dem 2,5 Meilen langen Oval ist dann am 24. Mai.

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