Helm-Design der Rennfahrer: Wer war von allen der Erste?
SPEEDWEEKipedia: Leser fragen, wir finden dazu die Antwort. Heute gehen wir der Frage nach: Wer war eigentlich der erste Rennfahrer, der auf seinem Helm ein Design getragen hat?
In loser Reihenfolge gehen wir in Form der Rubrik "SPEEDWEEKipedia" auf Fragen unserer Leser ein. Dieses Mal will Leser Dirk-Peter Stürmer aus Hamburg wissen: «Grund für meine Frage sind Fahrer, die immer wieder mit unterschiedlichen Helm-Farben oder -Designs antreten. Ich möchte gerne wissen: Seit wann gibt es im Motorsport individuelle Helm-Designs, die über die Verwendung bestimmter Grundfarben hinausgehen? Wer war der erste Pilot, dessen Helm ein unverwechselbares Design zierte?»
Ersten Gedanken zufolge müssten diese "Markenzeichen" von Fahrern in der Ära der 60er Jahre aufgetaucht sein, wir denken insbesondere an die stilisierten, weissen Ruderblätter auf dem ansonsten dunkelblauen Helm von Graham Hill – eine Reminiszenz an den „London Rowing Club“, da Hill auch ein leidenschaftlicher Ruderer war.
Auch der Streifen mit dem markanten, schottischen Tartan-Muster auf dem Kopfschutz von Jackie Stewart entstand in jener Epoche. Trotzdem bleibt die Frage: Wer war in dieser Hinsicht der Erste?
Der Erste ist wohl nicht mehr auffindbar, weil er bei irgendeinem Klubrennen antrat. Hier die Premiere zu finden, das ist unmöglich.
Wenn wir uns auf die Formel-1-WM beschränken, dann müssen wir in jene Ära zurückgehen, als im Grand-Prix-Sport die ersten Hartschalenhelme die jahrelang verwendeten Staub- und Lederkappen ablösten.
Nur am Rande: Die ersten richtigen Helme waren nur wenig widerstandsfähiger als Eierschalen und lösten bei den Gegnern Spott und Hohn aus. Zunächst galt das Tragen eines Helms als verpönt, da wenig heldenhaft.
In der Formel-1-WM 1952 stolpern wir über Jean Behra, der im Mai in Silverstone mit einem Karomusterkranz ausrückte, analog der karierten Zielflagge, ein Design, das er später durch einen dunklen Längsstreifen ersetzte, bevor er zum Karokranz zurückkehrte.
In Monza 1952 finden wir das Helmdesign des Italieners Felice Bonetto – mit einem dunklen Pfeil auf weissen Grund in Fahrtrichtung. Ein wenig in der Art, wie später der Brasilianer Carlos Pace in der Königsklasse antrat (gelber Pfeil auf blauem Grund).
1953 fuhr Maurice Trintignant ebenfalls einen Längsstreifen spazieren, "Allez les bleus!" im Blau der französischen Rennwagen. Aber gilt der Auftritt von Behra, Bonetto und Trintignant bereits als Helmdesign? Unterm Strich ist das Auslegungssache der Fans.
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