Manuel Lettenbichler zeigt Formverbesserung beim SuperEnduro Riesa
Nach zweijähriger Pause in der SuperEnduro-WM kommt Manuel Lettenbichler allmählich wieder in Schwung. Beim zweiten Saisonlauf in Riesa landete er auf Platz 6.
Beim Auftakt der SuperEnduro-WM-Saison 2025/2026 im polnischen Gliwice (Gleiwitz) kehrte der Hard-Enduro-König Manuel Lettenbichler nach seiner zweijährigen SuperEnduro-Pause mit Tagesrang 8 in die Szene zurück. Beim zweiten Aufeinandertreffen am vergangenen Samstag im sächsischen Riesa konnte er sich in der Endabrechnung um zwei Plätze verbessern. Im mittleren Reverse-Grid-Heat fuhr er die ersten drei Runden auf Platz zwei hinter dem von ihm selbst als «SuperEnduro-King» bezeichneten Billy Bolt. Am Ende musste er sich im Kampf um Platz drei dem schwedischen Stark-Elektro-Bike-Fahrer Eddie Karlsson knapp geschlagen geben.
Am Ende der Veranstaltung in der seit Wochen ausverkauften Arena kommentierte er sein Abschneiden im Gespräch mit SPEEDWEEK.com: «Ich denke, das war nicht so schlecht. Es war ein Schritt in die richtige Richtung. In Polen hatte ich deutlich mehr zu kämpfen, aber ich glaube, dass ich langsam wieder in die Richtung komme, in die ich hin möchte. Ich versuche einfach mein Bestes, und hoffentlich geht es bei den nächsten Rennen noch ein bisschen bergauf.»
Der 27-jährige Ur-Bayer vom Team Red Bull KTM Factory Racing fügte hinzu: «Wenn im weiteren Verlauf der Saison vielleicht mal ein Podestplatz drin sein sollte, wäre das natürlich cool. Aber ich glaube, ein guter Platz unter den Top-5 mit genügend Punkten, der knapp am Podium ist, wäre auch schon mega. Jetzt liegt der Fokus in den nächsten Wochen erst einmal woanders. Mal sehen, was das mit mir macht. Vielleicht ist gerade alles ein bisschen viel. Schauen wir mal.» Damit bezog er sich auf seine rechnerisch Ende Januar anstehenden Vaterfreuden.
Als seit letztem Herbst vierfacher offizieller Hard-Enduro-Weltmeister in Folge darf er auch diese Szene – seinen Hauptbroterwerb – nicht aus den Augen verlieren. Dennoch bekräftigte er, sich sportlich noch bis zum SuperEnduro-WM-Finale Anfang März in Frankreich darauf zu konzentrieren: «Da liegt jetzt der volle Fokus drauf und natürlich auch auf dem Kind.» An eine eventuelle Babypause denkt er nicht: «Ich denke, das wird eher schwierig», lachte er zu dieser gewagten Aussage.
Zur erneut phantastischen Stimmung bei seinem Heimrennen erklärte der SuperEnduro-Junior-Weltcup-Sieger von 2015/2016 und WM-Dritte von 2023/2024 sichtlich berührt: «Mega geil. Es war wieder eine unbeschreibliche Stimmung. Riesa ist einfach der Wahnsinn. Ich habe mich am Schluss bei den Fans bedankt und mir auch tagsüber viel Zeit genommen, den vielen Autogramm- und Selfie-Wünschen gerecht zu werden. Es ist als deutscher Fahrer einfach schön zu sehen, wie sich der Sport auch in Deutschland weiterentwickelt hat. Auch durch mich ist der Sport größer geworden, was für mich als Athlet ebenfalls schön ist. Mein Ziel ist, nicht nur mich selbst, sondern auch den Sport insgesamt weiter zu entwickeln.»
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