Tom Lüthi (Platz 2): «Ich bin noch sehr entspannt»

Von Günther Wiesinger
Moto2
Tom Lüthi: Platz 2 in Texas

Tom Lüthi: Platz 2 in Texas

Auch nach drei Siegen von Franco Morbidelli bei den ersten drei Rennen gibt Tom Lüthi die Hoffnung auf den Titelgewinn nicht im Geringsten auf.

Platz 2 beim Texas-GP, zum dritten Mal in diesem Jahr auf dem Podest – da hatte Kalex-Pilot Tom Lüthi aus dem CarXpert Interwetten-Team absolut keinen Grund, nicht zu strahlen.

Tom, du hast noch nie eine Moto2-Saison mit so einer Beständigkeit begonnen. Das ist auf jeden Fall ein positiver Aspekt.

Ja, das ist cool, auf jeden Fall, die Beständigkeit ist da, die Konstanz ist da. Das Problem ist, es gewinnt immer der Gleiche. Aber wenn ihm das langweilig wird, dann übernehme ich gerne mal den ersten Platz. Aber ich bin überhaupt noch nicht beunruhigt, denn die Saison ist noch brutal lang.
Dass wir jetzt hier das Podium geholt haben, ist sehr erfreulich. Klar, in Argentinien war es ein bisschen glücklich, weil Márquez kurz vor dem Ziel gestürzt ist, sonst wäre ich halt Vierter geworden. Trotzdem war es ein Podium.
Den Podestplatz hier in Austin haben wir uns erarbeitet. Da hat mein Crew-Chief Gilles Bigot einen Top-Job gemacht.
Ich bin wirklich am Strahlen, wenn ich daran denke, wie wir gestern am Abend darüber diskutiert haben.
Ich habe ihm sozusagen geantwortet: «Mach’, was du willst, ich vertraue dir voll.»
Und das war wirklich die Richtung, die sich bewährt hat. Er hat mir ein Bike gegeben, zu dem ich plötzlich mehr Vertrauen hatte. Ich konnte schneller um die Kurven fahren, ganz simpel. Das war cool. Es freut mich wirklich sehr, dass wir uns das Podium hier erarbeitet haben.

Was habt ihr geändert? Die Geometrie beim Fahrwerk?

Da ging's um die Balance und um die Geometrie. Aber es geht grundsätzlich meistens um die Balance zwischen Vorderrad und Hinterrad; da sind wir viel am Arbeiten.
Es sind wirklich Nuancen.
Auch bei der Taktik im Rennen waren es heute Nuancen, die entschieden haben. Ich bin an Morbidelli rangefahren. Vielleicht habe ich dabei ein bisschen mehr den Vorderreifen beansprucht als er. Am Schluss hatte er dann dieses gewisse Etwas beim Reifen wieder mehr. Es geht um Kleinigkeiten.

Müssen wir 2017 auf den ersten Lüthi-Sieg schlimmstenfalls bis zum Le-Mans-GP warten?

(Er lacht). Ich kann keine Garantie abgeben, dass ich dort wieder gewinne. Wenn ich die Chance habe, Rennen zu gewinnen, werde ich gewinnen. Das ist uns allen klar.

Wo ist Morbidelli momentan besser?

Er ist zur Zeit ein kompletter Fahrer. Er ist einfach stark, er zieht es durch.
Was eindrucksvoll ist: Er kann das Rennen einteilen und kontrollieren, das hat er im Griff. Er hat auch den Grundspeed. Er fährt schnelle Runden, er ist kampfstark. Er ist auch alleine flüssig und schnell unterwegs. Aber er ist nicht unschlagbar. Das wissen wir auch aus dem Vorjahr.

Du warst 2005 schon einmal 125-ccm-Weltmeister, du kämpfst jetzt wieder um den Titel. Morbidelli ist erstmals in dieser Situation. Ein Vorteil für dich?

Er hat auch jetzt schon Druck. Druck ist immer so eine Sache. Je mehr es Richtung Saisonende geht, desto stärker wächst der Druck an.
Dann schauen wir mal, wer am besten damit klar kommt.
Aber Franco ist sehr, sehr stark, das sieht man, er ist momentan noch extrem entspannt, ich auch noch.
Aber es ist viel zu früh, um überhaupt an den Titel zu denken, es sind noch so viele Rennen...

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