Schock für Domi Aegerter: Heftiger Penalty in Suzuka

Von Günther Wiesinger
Moto2
Domi Aegerter: Schnellste Trainingszeit in Suzuka, dann die Strafe

Domi Aegerter: Schnellste Trainingszeit in Suzuka, dann die Strafe

Weil ein Mechaniker die Markierung für die Reifen falsch montiert hat, muss das MuSASHI-Honda-Team mit Aegerter, Mizuno und Forés in Suzuka aus der Boxengasse strarten – und dort noch 90 Sekunden warten.

Dominique Aegerter (28) bestreitet morgen seinen sechsten Acht-Stunden-WM-Lauf in Suzuka. Er fährt im werksunterstützten japanischen MuSASHi RT HARC-PRO Honda-Team mit Xavi Forés und Ryo Mizuno, das sich im Qualifying den vierten Startplatz sicherte. Doch am Samstagabend Ortszeit vor dem Abendessen wurde dem Schweizer eine Hiobsbotschaft überbracht: Das MuSASHI-Trio muss aus der Boxengasse starten und dort zur Strafe obendrein 90 Sekunden lang warten. Damit muss sich der Moto2-Pilot aus Rohrbach alle Hoffnungen auf den Sieg in Suzuka aus dem Kopf schlagen. «Zweiter und Dritter bin ich hier schon gewesen, einen Sieg in Suzuka vermisse ich noch», hatte Aegerter am Donnerstag im Gespräch mit SPEEDWEEK.com erklärt.

Warum wurde das MuSASHi RT HARC-PRO Honda-Team so heftig bestraft? «Dem Team ist gestern ein Fehler bei den Reifenmarkierungen passiert. Du hast für das Quali für jeden Fahrer einen frischen Reifensatz, du musst aber die Markierungen selber montieren», schildert Aegerter. «Es hat jeder von uns also frische Reifen verwendet, wir haben nichts beschissen. Ich hatte ein neues Reifenpaar, der Forés und der Mizuno. Das war alles in Ordnung. Aber ein Mechaniker hat den Kleber für Markierung ein bisschen falsch montiert…»

«Wenn wir trotzdem noch aufs Podest fahren könnten, was sowieso das Ziele wäre, könnten wir extrem zufrieden sein mit dieser neuen Ausgangslage. Denn wir beginnen das Acht-Stunden-Rennen quasi mit einem Runde Rückstand… fas ist eine heftige Strafe! Und das ist gegen die Werksteams von Yamaha, Kawasaki und Honda normalerweise nicht auszuholen. Dazu sind F.C.C.-Honda, das YART-Team, Yoshimura-Suzuki und andere Teams sehr schnell unterwegs.»

Bei MuSASHi-Honda ist die Startreihenfolge inzwischen festgelegt worden. «Mizuno geht als Erster raus, dann ich, als Dritter kommt Xavi Forés zum Einsatz», berichtet Domi Aegerter.

Nach dem Taifun vom Samstag mit den starken Regenschauern soll es morgen bewölkt sein, aber trocken. Es wird trotzdem mit 30 bis 35 Grad gerechnet.

Domi Aegerter ist stolz auf seine beste Quali-Runde vom Freitag. «Ich war schnell unterwegs», freut sich der Suzuka-8h-Spezialist. «Ich bin 2:06,501 min gefahren. Ich hatte gleich am Anfang eine freie Runde. In der zweiten und dritten Runde hate ich schon wieder Verkehr, dann kannst du nicht mehr ganz so schnell fahren.»

Aegerter war 2014 in Japan Dritter im Team Kagayama & Verity auf einer Suzuki GSX-R 1000 mit den Teamkollegen Yukio Kagayama und Noriyuki Haga. 2015 schaffte er Platz im Team F.C.C. TSR Honda, seine Partner waren damals Josh Hook und Kyle Smith, gefahren wurde mit einer Honda CRB 1000RR. Mit dem gleichen Gerät und den Teamkollegen Randy de Puniet und Josh Hook, der kaum zum Einsatz kam, schaffte Aegerter 2027 noch einmal den dritten Rang. Damals hätte beim F.C.C. TRS-Honda Team eigentlich Stefan Bradl als dritter Mann fahren sollen, aber der Bayer musste die Rennteilnahme wegen einer Mittelohrentzündung absagen.
2016 stürzte Domi Aegerter in Suzuka, das Team kam auf Platz 18 ins Ziel. 2018 stürzte Randy de Puniet, dann noch Mizuno. «Danach haben wir das Motorrad nicht mehr an die Box zurückbekommen», erinnert sich Domi.

Startaufstellung

(ohne Berücksichtigung des Penaltys für MuSASHI-Honda)

1. Yamaha Factory Racing, Yamaha YZF-R1, 2:06,619 min. 2. Kawasaki Racing Team Suzuka, Kawasaki ZX-10RR, 2:06,633. 3. Red Bull Honda, Honda CBR1000RRW, 2:07,106. 4. MuSASHI RT HARC-PRO Honda, Honda CBR1000RR, 2:07,183. 5. Yoshimura Suzuki Motul Racing, Suzuki GSX-R1000, 2:07,187. 6. YART Yamaha, Yamaha YZF-R1, 2:07,309. 7. F.C.C. TSR Honda France, Honda CBR1000RR, 2:07,478. 8. au.Teluru SAG RT, Honda CBR1000RR, 2:07,916. 9. S-Pulse Dream Racing, Suzuki GSX-R1000, 2:08,311. 10. KYB Moriwaki Racing, Honda CBR1000RR, 2:08,758. Ferner: 13. VRD Igol Pierret Experiences, Yamaha YZF-R1, 2:09,287. 14. SRC Kawasaki France, Kawasaki ZX-10R, 2:09,494. 17. Suzuki Endurance, Suzuki GSX-R1000, 2:09,963. 21. Honda Endurance, Honda CBR1000RR, 2:10,190. 24. Wojcik Racing, Yamaha YZF-R1, 2:10,529. 27. ERC-BMW Motorrad, BMW S1000RR, 2:11,158. 29. Omega Maco Racing, Yamaha YZF-R1, 2:11,739. 31. Bolliger Team Switzerland, Kawasaki ZX-10R, 2:11,942. 46. Motobox Kremer & Favorite Factory, Yamaha YZF-R1, 2:14,487.

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

SPEEDWEEK.com im neuen Look: Änderungen wurden nötig

Ivo Schützbach
Seit heute erscheint SPEEDWEEK.com in allen Ländern und auf allen Geräten in einem einheitlichen Design. Unser Ziel war, die Seite moderner zu gestalten und besonders für mobile Endgeräte attraktiver zu machen.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Sa. 31.10., 18:15, ORF Sport+
    Rallye Europameisterschaft
  • Sa. 31.10., 18:25, Motorvision TV
    New Zealand Jetsprint Championship
  • Sa. 31.10., 18:30, Das Erste
    Sportschau
  • Sa. 31.10., 18:45, SPORT1+
    Motorsport - FIM Speedway of Nations
  • Sa. 31.10., 18:45, SPORT1+
    Motorsport - FIM Speedway of Nations
  • Sa. 31.10., 19:15, ServusTV Österreich
    Servus Sport aktuell
  • Sa. 31.10., 20:00, Motorvision TV
    NASCAR Gander RV ; Outdoors Truck Series 2020
  • Sa. 31.10., 20:15, Hamburg 1
    car port
  • Sa. 31.10., 20:40, Sky Sport HD
    Formel 1: Großer Preis der Emilia Romagna
  • Sa. 31.10., 20:40, Sky Sport 1
    Formel 1: Großer Preis der Emilia Romagna
» zum TV-Programm
6DE