Jesko Raffin (NTS/21.): «Bike muss auf höheres Level»

Von Oliver Feldtweg
Moto2
Jesko Raffin auf der NTS in Buriram

Jesko Raffin auf der NTS in Buriram

Bei seiner Rückkehr im NTS-Team hat Jesko Raffin in Buriram die Top-20 knapp verpasst. Aber der Schweizer weiß, wo der Hebel angesetzt werden muss.

Jesko Raffin hat anstelle des verletzten Steven Odendaal für das niederländische NTS RW Racing GP Team bereits die ersten drei Rennen in dieser Saison (Doha, Las Termas und Austin) bestritten und drei Punkte eingesammelt. Dann konzentrierte er sich auf den MotoE-Weltcup für das deutsche Intact-Team, für das er auch den Moto2-WM-Lauf in Aragón für den verletzten Marcel Schrötter absolvierte. Jetzt fährt der 23-jährige Zürcher und aktuelle Moto2-Europameister für NTS die vier Übersee-GP, denn Odendaal wurde nach dem britischen WM-Lauf entlassen. Und 2020 bestreitet Raffin die gesamte Moto2-WM für den NSR RW Racing-Rennstall.

Jesko Raffin verfehlte in der Hitzeschlacht in Buriram als 21. allerdings seine persönlichen Erwartungen. Für ihn und seine Crew ging es aber in erster Linie darum, das in Japan entwickelte Moto2-Bike unter Rennbedingungen besser kennenzulernen.

«Leider hat der Renntag mit kleinen Problemen am Hinterrad begonnen. Daher haben wir im Warm-Up wertvolle Zeit verloren, um Änderungen am Motorrad auszuprobieren sowie auch einen Rhythmus für das Rennen aufzubauen. Am Start hat die Kupplung ein wenig zu spät gegriffen. Im ersten Moment bin ich daher nicht so gut weggekommen. Ich habe aber nicht viele Positionen verloren. Das grössere Problem war, dass es mir im Moment noch schwerfällt, von Anfang an so hart zu pushen und so schnell zu fahren wie die anderen, die ihr Motorrad schon fast ein Jahr kennen. Sobald sich das Feld aufgereiht hatte, konnte ich meinen Rhythmus sauber fahren. Unser Ziel ist es sicher nicht, 21. zu werden und mit fast 35 Sekunden Rückstand auf die Siegerzeit ins Ziel zu kommen. Wichtig war aber, dass wir wertvolle Daten über das Motorrad gesammelt haben.»

Raffin weiter: «Wir haben wirklich mehr Informationen bekommen als in allen Trainings zuvor. Das hilft uns bestimmt beim nächsten Rennen weiter. Das Hauptproblem ist allerdings, dass ich beim Fahren noch sehr viel Kraft anwenden muss. Es fehlt mir einfach noch das Gefühl für das NTS-Bike. Daher läuft alles noch nicht so geschmeidig ab. Bei diesen Bedingungen war das der Killer schlechthin. Wir wissen aber nun genau, woran wir arbeiten müssen. Wir müssen das Motorrad auf ein höheres Level bringen. Das betrifft in erster Linie die Anfangsphase eines Rennens. Wir haben eine gute Basis, die wir konstant bis zum Schluss durchstehen können. Das ist wirklich ein sehr positiver Aspekt dieses Motorrads, da wir unseren Speed über die gesamte Distanz halten können. Aber wir müssen das auf einem höheren Level machen. In dieser Hinsicht müssen wir uns bei den nächsten Rennen ins Zeug legen. Soweit war es aber ein gutes Wochenende für uns.»

Moto2-Ergebnis, Buriram:

1. Marini. 2. Binder. 3. Lecuona. 4. Fernandez. 5. Márquez. 6. Martin. 7. Lüthi. 8. Bulega. 9. Chantra. 10. Bezzecchi. 11. Bastianini. 12. Gardner. 13. Locatelli. 14. Schrötter. 15. Nagashima. 16. Aegerter. 17. Navarro. 18. Di Giannantonio. 19. Dixon. 20. Bendsneyder. 21. Raffin. 22. Öttl. 23. Norrodin. 24. Ekky Pratama. 25. Baldassarri.

Moto2-WM-Stand nach 15 von 19 Rennen:

1. Alex Márquez, 224 Punke. 2. Fernandez 184. 3. Binder 180. 4. Lüthi 178. 5. Navarro 175. 6. Marini 151. 7. Baldassarri 138. 8. Schrötter 118. 9. Di Giannantonio 94. 10. Bastianini 86. Ferner: 23. Aegerter 12. 28. Tulovic 3. 30. Raffin 3.

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