Phillip-Island-Legende Jeremy McWilliams: Ein schwarzer Tag für die MotoGP!
Nicht nur wegen seiner Pole-Position in der Königsklasse liebt Jeremy McWilliams den Noch-GP-Kurs auf Phillip Island. Auf den Rauswurf aus dem MotoGP-Kalender reagierte der Ire mit Fassungslosigkeit.
Was zunächst in Gerüchten aus dem lokalen Umfeld der Rennstreckenbetreiber von Phillip Island kursierte und sich über eine Petition der Lokalregierung zu einer handfesten Krise steigerte, hat im inneren Zirkel des «Australien Motorcycle Grand Prix» das Ausmaß einer Katastrophe erreicht. Es ist beschlossene Sache: 2026 findet das letzte MotoGP-Event auf der Insel statt. Wie exklusiv auf SPEEDWEEK.com berichtet, hat die strategische Abkehr auch
Schock auf der ersten Phillip-Island-Runde
Nach
McWilliams schwärmt weiter: «Die Ansammlung an superschnellen Kurven, Turn 11 und 12, Kurve 1, die du regelmäßig im fünften Gang quer fährst, die blinde Stelle Lukey Heights, es ist ein Rausch für jeden Fahrer – und auch das führt zu diesen einzigartigen Rennen. Nur auf einer Strecke wie Phillip Island können auch Ausnahmefahrer außergewöhnliche Leistungen umsetzen. Etwas das
Nicht nur die härtesten Unterstützer des Sports erinnern sich an die Leistung Rossis, der 2013 ein Rennen gegen sich selbst fuhr und trotz einer Zeitstrafe gewann, oder auch an das epische Finale 2023, das Johann Zarco an der Spitze eines Quintetts innerhalb einer Sekunde am Zielstrich sah – mit Jorge Martin auf Rang 5, dessen weicher Hinterreifen in den letzten zwei Runden von der Strecke massakriert wurde.
Der einstige Weltklassepilot zum entscheidenden Punkt: «Ich denke, die Verkündigung war ein schwarzer Tag für die MotoGP und ihre größten Fans. Damit wird der Motorrad-WM vielleicht der größte Schaden in der Geschichte zugefügt. Argumentiert wird damit, dass man auf dem neuen – noch genau zu definierenden – Straßenkurs viel mehr Fans begeistern kann. Ohne Frage kann man viel mehr Fans unterbringen – aber richtig begeistern mit Speed kannst du sie da nicht. Und auch nicht an den Bildschirmen. Die Fans – inklusive mir – die geben viel Geld für Online-Streaming-Dienste aus. Und warum? Weil sie Rennen wie Phillip Island sehen wollen!»
Die Begeisterung eines Highspeed-Rennens ist nicht zu ersetzen
McWilliams holt Luft: «Solche Entscheidungen haben meistens nur kurzfristig positive Effekte, aber auf lange Sicht könnten sie dem Sport, wie wir ihn heute kennen und lieben, mehr schaden. Generell gibt es nichts gegen Veränderungen zu sagen, sie sind normal. Aber diese Entscheidung ist für mich deshalb eine große Überraschung, weil es nun auf einen Stadtkurs nach Adelaide gehen soll. Wenn schon nicht mehr nach Phillip Island, warum dann nicht auf einen modernen und ebenfalls gut zugänglichen Kurs wie den Bend Motorsport Park? Es geht jetzt nur darum, unbedingt das Spektakel eines Straßenrennens zu erzeugen. Sicher ist es möglich – mit gewaltigen Investitionen – eine sichere Strecke für die Piloten zu erzeugen, aber auf Kosten von hochklassigen Rennen. Die Begeisterung eines Highspeed-Rennens auf Phillip Island für die Fans vor Ort und Millionen vor den Bildschirmen ist durch nichts zu ersetzen.»
Klare Worte des 61-jährigen Ex-GP-Helden, der auch 2026 wieder als Stammfahrer in der US-Meisterschaft in der Hooligan-Klasse zu sehen sein wird. Damit spricht der einstige Aprilia-Werksfahrer und GP-Sieger nur klarer aus, was auch im Fahrerlager von Buriram von nahezu allen Piloten der Königsklasse zu Protokoll gegeben wurde.
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