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Phillip-Island-Legende Jeremy McWilliams: Ein schwarzer Tag für die MotoGP!

Nicht nur wegen seiner Pole-Position in der Königsklasse liebt Jeremy McWilliams den Noch-GP-Kurs auf Phillip Island. Auf den Rauswurf aus dem MotoGP-Kalender reagierte der Ire mit Fassungslosigkeit.

Im Artikel erwähnt

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Was zunächst in Gerüchten aus dem lokalen Umfeld der Rennstreckenbetreiber von Phillip Island kursierte und sich über eine Petition der Lokalregierung zu einer handfesten Krise steigerte, hat im inneren Zirkel des «Australien Motorcycle Grand Prix» das Ausmaß einer Katastrophe erreicht. Es ist beschlossene Sache: 2026 findet das letzte MotoGP-Event auf der Insel statt. Wie exklusiv auf SPEEDWEEK.com berichtet, hat die strategische Abkehr auch Auswirkungen auf die seriennahe Superbike-Weltmeisterschaft.

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Schock auf der ersten Phillip-Island-Runde

Nach Größen des Sports wie MotoGP-Hall-of-Famer Casey Stoner reagieren immer mehr namhafte GP-Insider mit Erstaunen, wenn nicht Fassungslosigkeit, über den Beschluss, die Rennen ab 2027 auf einem Straßenkurs in Adelaide über die Bühne gehen zu lassen. Ex-MotoGP-Werksfahrer und Phillip-Island-Experte Jeremy McWilliams – in Diensten von «King» Kenny Roberts schrieb der Ire mit der letzten Pole-Position einer 500er-Zweitakt-GP-Maschine überhaupt, dazu noch auf Phillip Island, Rennsportgeschichte – im Gespräch mit SPEEDWEEK.com: «Du kannst alle Piloten nach ihrem Favoriten fragen – und 90 Prozent werden Phillip Island sagen. Die Strecke ist absolut einmalig. Als ich dort zum ersten Mal überhaupt fuhr, war ich komplett geschockt. Was haben die da nur gemacht? Einfach mit einem Traktor ein Layout in eine wunderschöne Landschaft gezogen. Geplant kann so etwas niemand haben. So ist etwas Einzigartiges entstanden – ein unfassbarer Kurs, der ebensolche Rennen produziert.»

McWilliams schwärmt weiter: «Die Ansammlung an superschnellen Kurven, Turn 11 und 12, Kurve 1, die du regelmäßig im fünften Gang quer fährst, die blinde Stelle Lukey Heights, es ist ein Rausch für jeden Fahrer – und auch das führt zu diesen einzigartigen Rennen. Nur auf einer Strecke wie Phillip Island können auch Ausnahmefahrer außergewöhnliche Leistungen umsetzen. Etwas das Rennen von Rossi gegen die Uhr, aber auch die immer wieder dramatischen, engen Zielleinläufe, das ist doch, was die Fans auf der Welt sehen wollen – spannende Rennen.»

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Nicht nur die härtesten Unterstützer des Sports erinnern sich an die Leistung Rossis, der 2013 ein Rennen gegen sich selbst fuhr und trotz einer Zeitstrafe gewann, oder auch an das epische Finale 2023, das Johann Zarco an der Spitze eines Quintetts innerhalb einer Sekunde am Zielstrich sah – mit Jorge Martin auf Rang 5, dessen weicher Hinterreifen in den letzten zwei Runden von der Strecke massakriert wurde.

Der einstige Weltklassepilot zum entscheidenden Punkt: «Ich denke, die Verkündigung war ein schwarzer Tag für die MotoGP und ihre größten Fans. Damit wird der Motorrad-WM vielleicht der größte Schaden in der Geschichte zugefügt. Argumentiert wird damit, dass man auf dem neuen – noch genau zu definierenden – Straßenkurs viel mehr Fans begeistern kann. Ohne Frage kann man viel mehr Fans unterbringen – aber richtig begeistern mit Speed kannst du sie da nicht. Und auch nicht an den Bildschirmen. Die Fans – inklusive mir – die geben viel Geld für Online-Streaming-Dienste aus. Und warum? Weil sie Rennen wie Phillip Island sehen wollen!»

Die Begeisterung eines Highspeed-Rennens ist nicht zu ersetzen

McWilliams holt Luft: «Solche Entscheidungen haben meistens nur kurzfristig positive Effekte, aber auf lange Sicht könnten sie dem Sport, wie wir ihn heute kennen und lieben, mehr schaden. Generell gibt es nichts gegen Veränderungen zu sagen, sie sind normal. Aber diese Entscheidung ist für mich deshalb eine große Überraschung, weil es nun auf einen Stadtkurs nach Adelaide gehen soll. Wenn schon nicht mehr nach Phillip Island, warum dann nicht auf einen modernen und ebenfalls gut zugänglichen Kurs wie den Bend Motorsport Park? Es geht jetzt nur darum, unbedingt das Spektakel eines Straßenrennens zu erzeugen. Sicher ist es möglich – mit gewaltigen Investitionen – eine sichere Strecke für die Piloten zu erzeugen, aber auf Kosten von hochklassigen Rennen. Die Begeisterung eines Highspeed-Rennens auf Phillip Island für die Fans vor Ort und Millionen vor den Bildschirmen ist durch nichts zu ersetzen.»

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Klare Worte des 61-jährigen Ex-GP-Helden, der auch 2026 wieder als Stammfahrer in der US-Meisterschaft in der Hooligan-Klasse zu sehen sein wird. Damit spricht der einstige Aprilia-Werksfahrer und GP-Sieger nur klarer aus, was auch im Fahrerlager von Buriram von nahezu allen Piloten der Königsklasse zu Protokoll gegeben wurde.

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