Moto2

WM-Rückkehr von Edgar Pons: «Erster Eindruck positiv»

Von - 30.11.2019 17:04

Als Moto2-Europameister kehrt Edgar Pons 2020 in die Weltmeisterschaft zurück. Nach dem ersten Test auf der Kalex des Gresini Teams in Valencia spricht er über den Triumph-Motor und seine Ziele.

Edgar Pons kürte sich 2019 auf der Kalex des Baiko Racing Teams zum Moto2-Europameister, es war sein bereits zweiter EM-Titel. 2020 kehrt der Sohn des zweifachen 250er-Weltmeisters Sito Pons in die Weltmeisterschaft zurück: Bei Gresini wird er Teamkollege von Nicolò Bulega.

In Valencia sammelte Pons bei einem Privattest die ersten Erfahrungen mit seinem neuen Arbeitgeber, dabei war er auf einer 2019er-Kalex unterwegs: «Die ersten Eindrücke sind wirklich gut, was das neue Team und das Motorrad angeht. Ich hatte den Triumph-Motor zuvor noch nicht ausprobiert, der ganze Test war wirklich positiv. Ich glaube, dass wir einen wirklich guten Job gemacht haben. Die Rundenzeit war konkurrenzfähig, der Rhythmus sehr gut.»

«Ich habe ungefähr 80 Runden pro Tag gemacht, also schon ziemlich viele. Die Rundenzeit war eine 1:35,6 min. Verglichen mit dem Rennen ist es nicht so schnell, aber auf der Strecke herrschten nicht die besten Bedingungen. Dazu ist der Vorderreifen anders, alle mussten sich erst anpassen. Ich glaube, deshalb war keiner so schnell wie beim Rennen», erklärte der 24-jährige Spanier, der aber auch zugab, dass ihm die Umstellung nicht ganz leicht gefallen ist. «Der erste Tag war hart, weil das Motorrad und die Reifen für mich neu waren. Wir haben so viele Dinge ausprobiert, dass es ziemlich viele Informationen für meinen Kopf waren. Am zweiten Tag hat sich die Situation stabilisiert, wir sind mehr bei einer Sache geblieben und es war besser. Man sieht, wie das Bike arbeitet, und kann mit dem Set-up spielen, um es an mich anzupassen. Das war sehr gut.»

In der Europameisterschaft war Pons noch mit einem 600-ccm-Triebwerk von Honda unterwegs, in der Moto2-WM liefert Triumph seit 2019 die 765-ccm-Dreizylinder-Einheitsmotoren. Dazu kam die neue Elektronik von Magneti Marelli. Wo machte der zweifache CEV-Meister den größte Unterschied aus? «Am meisten beeindruckt hat mich das Drehmoment, wenn du an das Gas gehst. Und was mir am besten gefällt, ist, wie man mit der Elektronik spielen kann. Das kann dem Fahrer eine große Hilfe sein, um schnell zu sein und mehr mit dem Bike zu spielen. Es ist mehr eine Rennmaschine. Ich mag das Bike wirklich. Es ist anders, man muss sich anpassen. Was den Fahrstil angeht, muss man es mehr wie ein MotoGP-Bike fahren, mehr Stop-and-Go. Mit dem Honda-Motor musst du einen höheren Kurvenspeed fahren. Man kommt da auf mehr Umdrehungen pro Minute. Dieses Bike ist ganz anders.»

Mit welchen Erwartungen startet Pons in die WM-Saison 2020? «Sicher werde ich es in den ersten Rennen etwas ruhiger angehen lassen, um diese Kategorie zu verstehen – und auch das Bike, wie es sich über die Renndistanz verhält. Aber ich möchte dann so schnell wie möglich in den Top-10 sein. Ich glaube, das ist ein Ziel, das wir erreichen können. Und im weiteren Verlauf der Saison werden wir dann versuchen, ein bisschen weiter vorne zu sein», gab er sich vorsichtig optimistisch. Seine bisherige Bestleistung in einem Moto2-GP ist Platz 14.

Vor dem offiziellen IRTA-Test in Jerez (19. bis 21. Februar 2020) plant Gresini übrigens noch einen zweitägigen Privattest an gleicher Stelle, voraussichtlich am 10. und 11. Februar.

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Edgar Pons auf der Gresini-Kalex © Jordi Gutiérrez Edgar Pons auf der Gresini-Kalex
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