Erinnerung an Chassis-Konstrukteur Alain Chevallier

Von Oliver Feldtweg
Moto2
Alain Chevallier, gezeichnet von gesundheitlichen Problemen, starb am 3.10.2016 an Krebs

Alain Chevallier, gezeichnet von gesundheitlichen Problemen, starb am 3.10.2016 an Krebs

Der Franzose Alain Chevallier galt in den 1970er und 1980er-Jahren als einer der besten Motorrad-Konstrukteure Frankreichs. Heute vor vier Jahren starb «Cheval» im Alter von nur 68 Jahren.

Die Freunde und Bekannten aus der französischen Motorrad-GP-Szene erinnern sich heute in den sozialen Medien am vierten Todestag an denn erfolgreichen und namhaften Techniker und Chassis-Konstrukteur Alain «Cheval» Chevallier, der am 3. Oktober 2016 im Alter von 68 Jahren seinem Krebsleiden erlegen ist.

Chevallier hat in den 1970er-Jahren jahrelang die 250-ccm- und 350-ccm-Maschinen für seinen Bruder Olivier Chevallier betreut, der damals zu den besten französischen GP-Piloten gehörte, ehe er in Le Castellet 1980 bei einem tragischen Unfall mit einem Fangzaun kollidierte und tödlich verunglückte.

Alain Chevallier machte nach diesem Schicksalsschlag weiter, er baute Chassis für die Yamaha-Motoren in den Klassen 250 und 350 ccm für Asse wie Topfahrer wie Eric Saul, Jean-Francois Baldé und Didier de Radigues, der mit einer Chevallier-Yamaha 1982 im letzten Jahr der 350er-Klasse Vizeweltmeister wurde und den Jugoslawien-GP gewann. Teamkollege Eric Saul siegte beim Österreich-GP und steuerte seine Chevallier-Yamaha 1982 auf den vierten WM-Rang.

1983 landeten drei Chevallier-Yamaha-Piloten in den Top-Ten der 250er-WM – de Radigues, Espié und Baldé, der außerdem den Südafrika-GP in Kyalami für sich entschied.

1984 baute Chevallier für Didier de Radigues ein Chassis für einen Honda NS500-Motor, der Belgier sicherte sich damit den neunten WM-Rang.

«Cheval» war als Cheftechniker auch an anderen Projekten wie der Motobécane 125 und Pernod 250 beteiligt, diese Maschinen erreichten sieben GP-Siege. Er arbeitete für Fahrer wie Thierry Espié und Christian Estrosi, ehe er bei Yamaha France eine neue Aufgabe übernahm und die Rallye-Dakar-Maschine präpärierte.
1995 beteiligte sich Chevallier als Designer am später gescheiterten Serien-Motorrad-Projekt VOXAN. Doch der Franzose unterschrieb danach noch einen Berater-Vertrag bei der Motorradabteilung von Peugeot.

Alain war in den letzten Jahren seines Lebens nicht mehr bei bester Gesundheit, er musste sich einer Herz-Operation unterziehen und danach mit einem Dreifach-Bypass leben, ehe er an Krebs erkrankte. Trotz der angeschlagenen Gesundheit nahm Cheval immer wieder an historischen Motorrad-Veranstaltungen teil, an denen er wegen seiner Popularität und seines freundlichen Wesens immer ein gern gesehener Gast war.

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