Scott Redding: Vom Kiesbett zur Bestzeit

Von Günther Wiesinger
Moto2
Sctott Redding feiert, hinten (mit Bart) Sponsor Mac van der Straten

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Der englische Kalex-Moto2-Pilot Scott Redding lieferte am Vormittag einen Totalschaden ab und fuhr am Nachmittag Bestzeit.

«Das war ein super grosser Crash von mir», beschrieb der 20-jährige Scott Redding seinen Abflug im dritten freien Training Samstagfrüh. Dieser spektakuläre Abflug verwandelte seine Moto2-Kalex in einen Totalschaden. Aber das hinderte den britischen WM-Leader nicht, ein paar Stunden später im Qualifying wieder eine Spitzenleistung zu zeigen – und Bestzeit zu fahren.

«Vom Motorrad war nichts mehr übrig», stellte Redding fest, der 2008 schon mit 15 Jahren den 125-ccm-GP in Donington gewonnen hat. «Ich danke meinen Jungs, dass sie mir bis zum Qualifying wieder ein tadelloses Motorrad hingestellt haben. Sie mussten den Motor in ein neues Chassis einbauen. Sogar die Mechaniker meines Teamkollegen Mika Kallio sind uns zu Hilfe geeilt.»

Redding schaffte die zweite Pole-Position 2013 nach Texas, er ist seit Le Mans WM-Leader und stellte den eigentlichen Titelfavoriten Pol Espargaró klar in den Schatten. «Wenn man in der WM vorne ist, muss man anders auftreten», ist Redding überzeugt. «Man muss genau überlegen, welche Gegner man angreifen soll und welche nicht. Ich muss im Rennen hier in erster Linie auf jene Gegner achten, die mir in der WM gefährlich werden können. Es ist gut, schon etliche Punkte im Sack zu haben. Aber wir wollen diesen Punktevorsprung vergrössern. Ich machte mir keine Sorgen wegen unseres Rennspeeds. Ich bin zwar Samstagfrüh wegen des Sturzes nur drei Runden gefahren, wir haben fast eine komplette Session verpasst, aber das hat sich am Nachmittag nicht ausgewirkt. Ich konnte den Schrecken des Sturzes rasch wieder abschütteln. Ich bin konstante Zeiten gefahren. Ich bin körperlich fit, ich bin zuversichtlich für das Rennen.»

«Ich habe heute nicht mit dieser Pole gerechnet», gab der Kalex-Pilot aus dem MarcVDS-Team des belgischen Bier-Milliardärs Marc van der Straten zu. «Besonders nach dem heftigen Sturz vom Vormittag. Nach zwei Runden war der Crash komplett vergessen und abgehakt.»

«Das neue Motorrad fühlte sich sogar besser an als das zerstörte Vorgängermodell», wunderte sich Scott. «Wir haben aber das Set-up fürs Quali ein bisschen geändert. Ich habe sehr rasch einen guten Rhythmus gefunden. Ich bin dann allen Problemen aus dem Weg gegangen und habe einfach meine Runden abgespult.»

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