Sandro Cortese: «Das ist mehr als vorgestellt»

Von Matthias Dubach
Moto2
Mit seinem gebrochenen rechten Unterarm holte sich der Kalex-Pilot den beachtlichen 23. Startplatz für den Silverstone-GP. Dabei war er im Qualifying gestürzt.

Mit seinem am letzten Montag operierten Speichenbruch am rechten Arm ging Sandro Cortese in das Moto2-Qualifying von Silverstone, er ging das Zeittraining langsam an, stürzte zur Halbzeit und steigerte sich nach dem raschen Austausch beim Dynavolt-IntactGP-Team der kaputten Teile auf der linken Motorradseite noch bis auf Rang 23. Der Kalex-Pilot büsste auf der 5,9 km langen Strecke 2,557 sec auf die Pole-Zeit von Takaaki Nakagami ein. SPEEDWEEK.com hat sich nach der Session mit dem Berkheimer unterhalten.

Du wirkst nachdenklich. Warum?

Ich bin im Moment vom Kopf her eigentlich richtig fit und will eigentlich mehr, als mein Körper hergibt. Das ist ein bisschen schade. Denn ich habe zuletzt einen sehr grossen Schritt gemacht, aber nun bremst einen das Ganze schon ein.

Du spürst: Da wäre ohne die Armverletzung viel mehr möglich?

Ja. Ich bin jetzt wieder da, wo ich am Anfang der Saison gewesen war. Aber das gehört dazu, man muss auch mit solchen Situationen in der Karriere umgehen können. Es kommen auch wieder bessere Zeiten. Jetzt schauen wir, was am Sonntag geht.

Am Samstagmorgen bist du nur fünf Runden ohne Schmerzmittel gefahren und hast dann aufgehört. Wie erträglich war der Schmerz in den zwölf Qualirunden mit einer Injektion?

Gut. Die Hand war ein bisschen taub wie beim Zahnarzt. Von der Dosierung der Spritze her war es gut, besser als am Freitagnachmittag.

Beim Sturz bist du auf die linke Seite gefallen. Was ist passiert?

Es ist nur das Vorderrad eingeklappt, es war ein bisschen windig.

Danach hast du dich noch von Rang 30 auf P23 verbessert.

Ich bin nochmals zwei Sekunden schneller gefahren. Ich denke, der Sturz war dort, wo auch West und andere gestürzt sind. Es war viel Wind da, es gab Windböen. Ich habe eingelenkt, keine Bremse, nichts, und das Vorderrad war – bumm – weg, völlig überraschend. Aber ich denke nicht, dass das jetzt ausschlaggebend war.

Aber mit Rang 23 bist du angesichts der Umstände zufrieden?

Das ist mehr, als sich jeder vorgestellt hat nach dieser Woche. Irgendwo muss man zufrieden sein, aber natürlich nagt es als Rennfahrer innerlich an einem. Aber die Klasse ist so hart umkämpft, da hat ein solches Handicap einfach Folgen. Aber das wird schon wieder.

Mit welchem Vorsatz wirst du ins Rennen gehen?

Kämpfen! Ich werde es durchstehen, da bin ich zuversichtlich. Ich werde wie am Samstag wieder am Morgen im Warm-up ohne Schmerzmittel fahren und mir dann vor dem Rennen eine Spritze geben lassen.

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