Marcel Schrötter: Nachdenklich nach dem Jerez-Test

Von Matthias Dubach
Moto2
Marcel Schrötter: Testen bis zur Dämmerung

Marcel Schrötter: Testen bis zur Dämmerung

Der Tech3-Neuzugang spulte am zweiten Testtag in Jerez nochmals 87 Runden ab. Aber die erwünschte Verbesserung kam nicht mehr.

Eigentlich sehnte sich Marcel Schrötter um 16 Uhr am Freitagnachmittag nach dem Feierabend, aber im Tech3-Team wurde bis kurz vor Ende des zweiten Testtags weitergearbeitet. Die meisten anderen Teams hatten nicht die ganzen acht Stunden von 10 bis 18 Uhr ausgenützt. Schrötter wurde mit 87 Runden am zweiten Tag einer der Marathonmänner, die persönliche Bestzeit von 1:43,880 min aus seiner 44. Runde konnte er aber nicht mehr verbessern. Der Rückstand auf die Bestzeit von Tom Lüthi (Suter) betrug 1,834 sec.

Nach dem Feierabend wirkte der Tech3-Neuzugang erschöpft und nachdenklich. «Mein Gefühl ist immer noch recht positiv. Dass es nicht ganz einfach ist, war klar. Uns steht noch viel Arbeit bevor. Wir haben einen guten Job gemacht, auch wenn wieder nicht ganz das gewünschte Ergebnis herausgekommen ist. Ich meine nicht die Position, aber zeitenmässig wäre schon noch etwas drin gelegen. Gerade auch, weil ich meine beste Zeit nicht mit frischen Reifen gefahren bin. Sie waren noch relativ neu, aber sie hatten schon ein paar Runden drauf. Später ist es mir einfach nicht gelungen, nochmals nachzulegen. Egal, ob ich neue Reifen hatte oder nicht», schilderte der Moto2-Pilot.

Während Teamkollege Alex Mariñelarena sein Motorrad bei einem Sturz stark beschädigte und nicht mehr weitermachen konnte – der Spanier reiste direkt weiter nach Valencia, wo er am Sonntag seine Chancen auf den Moto2-Titel in der Spanischen Meisterschaft wahren will – wurde bei Schrötter den ganzen Tag geschraubt. «Wir haben viel probiert. Das Motorrad hat sich zwar recht gut angefühlt, aber wir haben einfach nicht mehr eien Verbesserung geschafft. Vielleicht lag es auch an der Kraft, wir haben gestern über 80 Runden gemacht, heute nochmals über 80. Das ist schon sehr anstrengend. Wir sind in die 43er Zeiten gekommen, das war das Ziel. Das war schneller, als ich hier Anfang Jahr mit Kalex war. Klar ist es was anderes, wenn du zwei Tage den ganzen Tag Zeit hast im Vergleich zu einem Rennwochenende.»

«Mit 0,3 sec weniger wären wir gut dabei gewesen»

Schrötter war etwas niedergeschlagen, gerne wäre er aus Jerez mit einem kleinen Prestigeerfolg auf der Zeitenliste abgereist: «Weil die schnellste Zeit mit gebrauchten Reifen entstand, war unser Ziel, mit frischen Reifen nochmals 0,3 oder 0,4 sec schneller zu werden. Dann wären wir mit wirklich guten Zeiten dabei gewesen. Wir haben diesen nächsten Schritt einfach nicht geschafft, das stört mich ein bisschen. Aber es ist ein komplett neues Motorrad und ein komplett neues Team, selbst heute haben wir noch viel an der Geometrie verändert. Wir haben einfach versucht, die besten Einstellungen für mich zu finden. Anscheinend haben wir das aber nicht gefunden, sonst hätte ich vielleicht nachlegen können.»

Nun wartet auf Tech3 noch der dreitägige Test in Almeria, der das Jahr abschliessen wird. Schrötter: «Wir haben in Almeria nochmals drei Tage Zeit. Selbst wenn es eine Strecke ist, auf der ich noch nie war. Deswegen wird es sehr schlecht vergleichbar sein. Aber wichtig ist einfach, dass wir einen Weg finden, das Motorrad so abzustimmen, dass es für mich passt. Das wird auch im Almeria der Hauptpunkt sein.»

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