Tom Lüthi: «Fahrer sind auch nur Menschen»

Von Sharleena Wirsing
Moto2
Die Saison 2014 war für Tom Lüthi von großen beruflichen und privaten Veränderungen geprägt. Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com blickte er in Vergangenheit und Zukunft.

Als die Weichen für die Saison 2015 gestellt wurden, war klar, dass sich bei Tom Lüthi viel verändern wird. Sein neues Team Derendinger Interwetten teilt sich eine Struktur mit dem Team Technomag Interwetten, das mit Dominique Aegerter und Robin Mulhauser antritt. Die drei Schweizer sollen in Zukunft eng zusammenarbeiten. Dies beinhaltet auch Datenaustausch und gemeinsame Testarbeit. Durch das Joint-Venture musste Lüthi einen Großteil seiner Crew zurücklassen.

Vor dem Übersee-Trip im Oktober 2014 gab er zudem die Trennung von seiner langjährigen Freundin Fabienne Kropf bekannt. Sie soll jedoch weiterhin, gemeinsam mit Daniel Epp, seine persönliche Managerin bleiben.

Für dich hat sich beruflich und privat viel verändert. Welchen Einfluss hat das auf dich als Rennfahrer?

Das ist schwer zu sagen. Beruflich wird sich im nächsten Jahr nochmal einiges ändern. Veränderungen sind im Leben immer wichtig – egal in welchem Bereich. Der Fahrer sitzt natürlich als Mensch auf dem Motorrad. Sein Kopf ist dabei eigentlich das wichtigste Instrument, also hat das vielleicht etwas verändert. Es ist schwer, das einzuschätzen.

Dominique Aegerter hat eingeräumt, dass ihn das Joint-Venture eurer Teams eine Zeit lang ein bisschen abgelenkt hat. Ging es dir ähnlich?

Eigentlich nicht. Ich fand die Idee spannend, aber ich konnte es mir zunächst nicht vorstellen. Doch dann wurde mir schnell klar, dass es eine gute Sache sein kann. Wir können daran wachsen und stärker werden. Man muss sich nur das MarcVDS-Team anschauen. Vor dieser Teamleistung über die gesamte Saison hinweg müssen wir alle den Hut ziehen. Die beiden Teamkollegen kämpften um den Titel. Schlussendlich muss das auch unser Ziel sein.

Was könnt ihr von den MarcVDS-Piloten Tito Rabat und Mika Kallio lernen?

Teamintern hat MarcVDS 2014 alles richtig gemacht. Sie haben sich gegenseitig zu Höchstleistungen angetrieben. Ich hoffe, dass das bei uns 2015 auch möglich sein wird. Das ist es nämlich, was wir als Team anstreben müssen.

Nach dem Superbike-WM-Finale war das Thema Teamorder wieder in aller Munde. Würdest du Dominique im Titelkampf unterstützen?

Das ist noch viel zu weit weg. [grinst] Jeder ist auf der Strecke auf sich allein gestellt. Jeder will gewinnen, jeder will den anderen schlagen. Da spielt es keine Rolle, ob das Motorrad die gleichen Farben hat oder nicht.

Worin liegen die Vor- und Nachteile eines starken Teamkollegen?

Nachteile sehe ich eigentlich keine – außer er ist immer vorne dran. [lacht] Der Vorteil kann sicher die Zusammenarbeit hinter den Kulissen sein. Bei den Testfahrten ist ein schneller Teamkollege ein guter Anhaltspunkt. Das Beste wäre es, wenn wir beide auf einem sehr hohen Niveau sind. Wenn wir bei selben Bedingungen fahren und er 0,3 sec schneller ist, dann weiß ich, dass da noch mehr geht.

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