Tom Lüthi: Der schwere Weg zurück zur Le Mans-Form

Von Sharleena Wirsing
Moto2

Der WM-Vierte Tom Lüthi hat seinen Vertrag mit dem Team Derendinger Interwetten bereits bis Ende 2016 verlängert. Doch die Umstellung auf Kalex macht ihm noch immer zu schaffen.

Auch beim Misano-GP hatte Tom Lüthi in jeder Sitzung mit seiner Kalex zu kämpfen. Vor allem das Vorderrad machte dem 29-Jährigen aus dem Team Derendinger Interwetten zu schaffen. «Wir haben unseren Weg verloren», räumte der Schweizer nach Platz 10 in Misano ein.

Ihren Ursprung haben die Probleme mit der Kalex in der Vorsaison. Lüthi hatte kaum trockene Testtage mit der Kalex. Daher gestaltete sich die Umstellung schwieriger als gedacht. «Wir hatten im Winter so gut wie keine Tests, daher hatte ich kaum Erfahrung mit der Kalex. Trotzdem lief es im ersten Saisondrittel nicht schlecht. In Le Mans konnte ich sogar siegen. Das Wochenende in Mugello war auch sehr gut, der Sturz war einfach ein Fehler von mir. Das hatte nichts mit dem Set-up zu tun. Dort war ich absolut siegfähig. Dann haben wir irgendwo den Weg verloren, während wir uns weiterentwickeln und verbessern wollten. Uns fehlt noch immer die Erfahrung mit der Kalex. Wir haben gesucht und suchen immer noch. Das ist so», erklärte er.

Lüthi sorgte 2015 auch für Glanzpunkte wie seinen Sieg in Le Mans. In Mugello lag er in Führung, als ihm ein Fehler unterlief und er stürzte. Doch eigentlich war der Kampf um den WM-Titel das Ziel des Moto2-Piloten aus Oberdiessbach. «Nun stehen wir aber schlechter da, als in dieser Phase um Le Mans und Mugello. Im Team haben wir schon darüber gesprochen, dass wir etwas verloren sind. So geht das nicht weiter. Leider ist es aber nicht so, dass wir einfach das Set-up von Mugello einbauen können und dann funktioniert alles wieder.»

Aktuell liegt Lüthi auf WM-Rang 4 mit 131 Punkten. Sein Rückstand auf WM-Leader Johann Zarco beträgt jedoch ganze 143 Zähler. Zudem liegt Sam Lowes nur drei Punkte hinter dem Schweizer.

«Wir brauchen eine bessere Basis, damit wir an den Rennwochenenden nicht mehr so viel verändern müssen. Das ist das Ziel», stellte Lüthi fest. Während beispielsweise Johann Zarco und dem in der Moto2-WM neuen Ajo-Team die Umstellung auf die Kalex keine Probleme bereitete, haben andere Fahrer Probleme. Davon ist nicht nur Tom Lüthi betroffen.

Sein Teamkollege Dominique Aegerter hat mit noch größeren Schwankungen in seiner Performance mit der Kalex zu kämpfen. In einem Rennen ist er siegfähig, im nächsten kämpft er um einzelne WM-Punkte. Während Lüthi Kalex auch 2016 treu bleibt, hat sich Aegerter eine Hintertüre offen gelassen und bereits die neue Suter getestet. «Zwischen Kalex und Suter kann ich noch auswählen», erklärte er in Misano.

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