Karel Abraham (Ducati): Nur 0,010 sec hinter Petrucci

Von Jordi Gutiérrez
MotoGP

MotoGP-Rückkehrer Karel Abraham hinterließ am zweiten MotoGP-Testtag in Jerez einen starken Eindruck. Der Tscheche legte mit der Ducati GP15 konstant 1:39er-Zeiten vor.

Am zweiten MotoGP-Testtag in Jerez steigerte sich Karel Abraham mit der Ducati GP15 des Aspar-Teams um stattliche 0,708 sec. Mit 1:39,776 min belegte er den zehnten Platz der Zeitenliste, auf der auch einige Superbike-Piloten zu finden waren.

«Ich bin happy, wir sind happy. Schon am Mittwoch waren wir zufrieden, jetzt sind wir es noch mehr», freute sich Karel Abraham im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Als ich meinen Testtag beendete, war ich noch Vierter oder Fünfter der Zeitenliste. Dann wurden Baz und drei Superbike-Fahrer schneller, was unglaublich ist. Ich denke aber, dass sie den Qualifying-Hinterreifen einsetzten. Trotzdem waren die Superbike-Piloten sehr schnell. Ein großartiger Job von ihnen.» Abraham kehrt nach einem durchwachsen Jahr in der Superbike-WM mit dem 18. Gesamtrang 2017 in die MotoGP-Klasse zurück.

Mit der Aspar-Ducati kommt der 26-jährige Tscheche bereits gut zurecht. «Wir sind sehr glücklich. Am Mittwoch hatten wir nicht mit einer so schnellen Zeit gerechnet, am Donnerstag wollte ich noch mehr schaffen, vielleicht eine 1:40,2 min. Doch schon im ersten Run fuhr ich eine 1:40,1 min. Das war gut. Eine 1:39er-Zeit war ein kleiner Traum. Wir haben wie die anderen mehrere Reifen von Michelin getestet. Eine Kombination sagte mir besonders zu, ich konnte einige 1:39er-Runden fahren. Leider war ich am Ende 0,010 sec langsamer als Petrucci. Trotzdem bin ich mit der Rundenzeit sehr zufrieden.»

«Doch auch abgesehen von der Rundenzeit bin ich happy, denn wir haben sehr viel Arbeit erledigt. Wir haben Reifen und einige Settings getestet. Wir haben auch gesehen, dass das Bike sehr stark davon beeinflusst wird, dass wir keine Wings mehr haben. Das weiß ich nicht aus Erfahrung, aber es war an den Daten sichtbar. Ich sitze nun aber auf einem Bike, das ich mag, an das ich glaube und mit dem mir das Fahren Spaß macht. Wenn ich in die Kurve gehe, weiß ich genau, was passiert. Das ist sehr wichtig», betonte Abraham, der am Freitag nicht mehr auf die Strecke gehen wird. «Das war unser letzter Testtag hier.»

Wie sehen deine Erwartungen für 2017? «Ich habe diese Frage schon oft gehört. Ich will keine Platzierungen nennen. Mein Ziel wird es sein, Spaß zu haben und das Fahren zu genießen. Ich bin überzeugt davon, dass dann auch die Ergebnisse stimmen werden.»

Jerez-Test, Donnerstag, 24. November:

1. Jonathan Rea*, Kawasaki, 1:38,721 min
2. Álvaro Bautista, Ducati, 1:38,946
3. Chaz Davies*, Ducati, 1:39,116
4. Loris Baz, Ducati, 1:39,184
5. Tom Sykes*, Kawasaki, 1:39,461
6. Héctor Barberá, Ducati, 1:39,542
7. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:39,675
8. Marco Melandri*, Ducati, 1:39,694
9. Danilo Petrucci, Ducati, 1:39,766
10. Karel Abraham, Ducati, 1:39,776
11. Michele Pirro, Ducati, 1:39,887
12. Scott Redding, Ducati, 1:39,985
13. Alex Lowes*, Yamaha, 1:40,142
14. Jack Miller, Honda, 1:40,307
15. Mika Kallio, KTM, 1:40,505
16. Leon Camier*, MV Agusta, 1:40,693
17. Takuya Tsuda, Suzuki, 1:40,942
18. Hiroshi Aoyama, Honda, 1:41,003
19. Michael van der Mark*, Yamaha, 1:41,328
20. Bradley Smith, KTM, 1:41,621
21. Sam Lowes, Aprilia 1:42,312

* = Superbike-WM-Fahrer

Jerez-Test, Mittwoch, 23. November

1. Héctor Barberá, Ducati, 1:39,614
2. Jonathan Rea*, Kawasaki, 1:39,739
3. Loris Baz, Ducati, 1:39,806
4. Álvaro Bautista, Ducati, 1:39,862
5. Scott Redding, Ducati, 1:40,085
6. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:40,086
7. Michele Pirro, Ducati, 1:40,092
8. Andrea Iannone, Suzuki, 1:40,149
9. Jack Miller, Honda, 1:40,340
10. Chaz Davies*, Ducati, 1:40,409
11. Danilo Petrucci, Ducati, 1;40,432
12. Karel Abraham, Ducati, 1:40,484
13. Tom Sykes*, Kawasaki, 1:41,023
14. Lorenzo Savadori *, Aprilia, 1:41,048
15. Alex Lowes*, Yamaha, 1:41,333
16. Leon Camier*, MV Agusta, 1:41,486
17. Marco Melandri*, Ducati, 1:41,492
18. Eugene Laverty*, Aprilia, 1:41,692
19. Michael van der Mark*, Yamaha, 1:41,830
20. Mika Kallio, KTM, 1:41,889

* = Superbike-WM-Fahrer

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