Brad Binder (KTM) über Acosta: «Er ist mir definitiv einen Schritt voraus!»
Brad Binder (KTM) preschte am Ende des MotoGP-Zeittrainings in Buriram auf Rang 8 nach vorn. Sein Gefühl auf der RC16 wird besser, es sei aber noch ein Weg zu gehen. Er lobte Teamkollege Pedro Acosta.
KTM-Werksfahrer Brad Binder beendete den Buriram-Test am vergangenen Wochenende auf Rang 12. Danach gab er als Ziel für den Thailand-GP die Top-8 aus. Zumindest am Freitag hat er dieses Ziel erreicht – so belegte er im MotoGP-Zeittraining den achten Platz. Die einstündige Session verlief für den Südafrikaner jedoch turbulent. Lange war er außerhalb der Top-10 zu finden, quasi in letzter Minute haute er eine 1:29,532 min raus, was für den direkten Einzug ins Q2 am Samstag reichte.
«Zu Beginn des Zeittrainings habe ich eine kleine Sprintsimulation gemacht, dann habe ich mir einen weichen Reifen aufziehen lassen. Es war an einigen Stellen feucht und der Wind blies ziemlich stark. Es war schwer zu verstehen, wie hart man pushen kann», meinte der Südafrikaner. «Ich bin dann hinausgefahren, um eine Zeitenjagd zu starten, bin aber gleich wieder in die Box zurückgefahren, weil in jeder Kurve die Regen-Flagge geschwenkt wurde. Ich sagte dann zu mir: ‘Okay, fahr raus und probiere es nochmal!’ Es funktionierte ziemlich gut und ich konnte eine anständige Rundenzeit fahren.»
Hatte Binder trotz der schwierigen Bedingungen auf dem Chang International Circuit ein gutes Gefühl mit seiner RC16? «Bei meinem längeren Run hatte ich einige Probleme mit dem Vorderreifen. Die Jungs haben dann etwas geändert, was mir mehr Spielraum gegeben hat, um zu pushen. Ich bin froh darüber, im Q2 zu sein. Ich werde morgen mein Bestes geben», betonte Binder.
Ein Schritt zu weit
Beim Buriram-Test half Binder am Sonntagnachmittag ein radikaler Eingriff bei seiner RC16, um sein Gefühl zu verbessern. So hat die KTM-Crew eine Änderung bei der Balance vorgenommen und eine Aero-Update am Heck gebracht, was ihm beim Anbremsen hilft. «Heute Morgen haben wir einen weiteren Schritt in diese Richtung versucht, möglicherweise war das aber etwas zu viel. Somit sind wir einen Schritt zurückgegangen zu der Spezifikation vom Test am Sonntagnachmittag», erklärte der 30-Jährige. «Alles in allem bin ich happy! Wir haben einige kleine Schritte nach vorn gemacht. Das Wichtigste ist jetzt, heute noch ein Feintuning bei den Details vorzunehmen. Morgen werden wir dann sehen, was passiert.»
Letztes Jahr hatte Brad Binder vor allem in den Qualifyings zu kämpfen. Fühlt er sich dafür jetzt besser gerüstet? «Ich habe da noch einen langen Weg zu gehen, aber das Untersteuern bei der Front wurde weniger, zumindest auf den letzten beiden Strecken war das so», erklärte er. «Das ist sehr positiv, denn das war letztes Jahr bei mir der schwierigste Punkt. Ich hoffe, dass es auf anderen Strecken auch so ist. Für den Moment bin ich aber zufrieden.»
Vergleich mit Teamkollege Pedro Acosta
Pedro Acosta beendete das Zeittraining auf Position 4 – auf ihn fehlten Binder gut drei Zehntel. Denkt er, dass er 2026 näher dran ist an seinem Teamkollegen? «Er hat momentan eine großartige Pace, er ist mir definitiv einen Schritt voraus», musste der KTM-Routinier zugeben.
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