Johann Zarco (LCR Honda): «Der erste Tag im Büro war ziemlich stressig!»
MotoGP-Routinier Johann Zarco (Honda) landete im Zeittraining in Buriram auf Platz 10. Weshalb für ihn nicht mehr drin war und er sich schwertat, mit der RC213V in den «Angriff-Modus» überzugehen.
Johann Zarco (LCR) hatte am Donnerstag vor dem Thailand-GP betont, dass er und seine Honda-Kollegen in Buriram so gut wie Marc Marquez sein müssen, um in die Top-5 zu kommen. Das gelang dem Franzosen am Freitagnachmittag im MotoGP-Zeittraining zwar nicht, aber mit Platz 10 schaffte er immerhin den direkten Einzug ins Q2 am Samstag – auf die Bestzeit von Aprilia-Ass Marco Bezzecchi fehlten ihm 1,064 sec. Zarco war zweitbester Honda-Pilot, Werksfahrer Joan Mir landete auf Position 7.
«So, das war der erste Tag im Büro und er war ziemlich stressig», lachte der gut gelaunte Franzose. «Vor dem Start des ersten Rennwochenendes war ich eigentlich ziemlich ruhig, doch während des Zeittrainings gab es nur noch Vollgas. Ich bin froh, dass ich es in die Top-10 geschafft habe, das war das Hauptziel. Es war gut, dass wir am Sonntag eine gute Basis gefunden haben, um besser zu verstehen, wie die Streckenbedingungen heute waren – das Gefühl war nämlich schlechter als am Sonntag. Dennoch waren einige Fahrer wieder so schnell.»
Aggressivität hat gefehlt
Zarco grübelte und fand auch einen Grund, weshalb es für ihn am Freitagnachmittag nicht weiter nach vorn ging. «Ich habe beim Test am Sonntag keine Zeitenjagd gemacht, vielleicht ist mir deshalb die Aggressivität abgegangen», musste der Routinier zugeben. «Es war nicht leicht, in den Angriff-Modus überzugehen, weil es etwas regnete und auch der Wind plötzlich so stark war. Wenn du mit einem frischen Reifen unterwegs bist und sich die Windverhältnisse ändern, dann hast du nur eine Runde, um dich darauf einzustellen. Wenn du dann zwei Runden fährst, baut dein Hinterreifen ab. Das war ein wenig problematisch, aber ich bin happy darüber, dass ich noch diese 1:29,5 hinbekommen habe.»
Kein weicher Reifen mehr
Am Ende der Session startete Zarco keine Zeitenjagd mehr. «Zu meiner Überraschung war die Strecke auch in den letzten fünf Minuten noch komplett trocken. Ich hatte dann keinen weichen Reifen mehr, weshalb ich mit dem Medium ausrückte. Mit diesem reichte es nicht aus, um die Rundenzeit zu verbessern», erzählte der 35-Jährige. «Platz 10 ist aber genug und es ist gut. Ich möchte mich verbessern, im Moment können wir das aber nicht. Wir müssen ruhig bleiben und weiterarbeiten – um zu verbessern, was wir verbessern können. Ich kann mich nicht zu sehr mit den Top-Jungs vergleichen, denn dann könnten wir vom Weg abkommen. Wir müssen fokussiert bleiben und nicht auf die anderen schauen, was aber auch schwierig ist.»
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