Johann Zarco (Tech3): «Podestplatz oder mehr möglich»

Von Adam Wheeler
MotoGP

Führungskilometer, schnellste Rennrunde und Sturz. So sah die Bilanz von Johann Zarco nach seinem ersten MotoGP-Rennen in Katar aus. «Ich musste diese Möglichkeit nutzen», betonte Zarco.

Mit seinen Führungsrunden beim Saisonauftakt sorgte Johann Zarco wohl für die größte Überraschung des Katar-GP. Sein sensationelles Rennen endete jedoch bereits in Runde 7, als der Franzose seine Tech3-Yamaha im Kies des Losail International Circuit versenkte.

Zarco beeindruckte jedoch auch mit der schnellsten Rennrunde: 1:55,990 min. «Es war nicht wirklich Pech. Ich startete von Platz 4, die Bedingungen am Start waren durch die Verzögerungen recht seltsam. Da ich aus der zweiten Reihe startete, wollte ich die Chance nutzen, genauso schnell eine gute Pace vorzulegen wie die Top-Fahrer. Ich hatte einen guten Start und bremste gut in die erste Kurve. Ich fühlte mich stark. Mein Gefühl war gut, als ich die anderen Fahrer überholte und in Führung ging. Ich war dem Limit schon nah. In Kurve 2 ging ich dann etwas zu weit und stürzte. Das ist schade, denn es war möglich, einen Podestplatz oder mehr zu holen», ist der 26-Jährige überzeugt.

«Dass das erste Rennen so begann, ist gut für mein Selbstvertrauen. Es war eine gute Lektion für mich. Aber es gibt einige Dinge, die ich noch besser kontrollieren muss. Ich habe es hier nicht geschafft, ich kam nicht ins Ziel, aber das war ein Zeichen, dass es in der Zukunft klappen wird», ist Zarco überzeugt. «Mir geht es gut, auch das Bike war nur leicht beschädigt. Ich spüre nur Schmerz im Herzen, aber das ist nichts körperliches», lachte er.

Ein wichtiger Faktor: Der Franzose hatte sich für den weichen Hinterreifen entschieden. «Ja, er half wirklich. Ich sagte den Jungs, dass ich pokern will. Da das Rennen von 22 auf 20 Runden verkürzt wurde, sagte ich ihnen, dass ich nichts zu verlieren habe. Da ich sanft fahre, war es möglich, dass ich ihn über die Distanz bringe. Vorne entschieden wir uns gegen den weichen Reifen, weil es doch ein langes Rennen war. Mit dem vollen Tank wäre er sehr beansprucht worden. Wenn der Hinterreifen abbaut, ist das in Ordnung, aber wenn du Probleme mit der Front bekommst, dann leidest du. Nun habe ich das Selbstvertrauen, dass ich es schaffen kann.»

«Es ist eigentlich nicht meine Art, verrückt schnell zu fahren und dann zu stürzen», weiß Zarco. «Mein Coach sagte mir, dass ich mein Gefühl verbessern, mehr Dinge lernen und weiter hart arbeiten muss, aber dann kann ich auf Siege und Podestplätze hoffen. Es war ein Rookie-Fehler. Doch wenn du die Entscheidung triffst, richtig zu pushen, dann gerätst du auch manchmal ans Limit. Es ist also weniger ein Fehler, sondern die Akzeptanz für die Folgen meiner Entscheidung.»

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