Cal Crutchlow (Honda): «Kurve 11 ist zu gefährlich»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Cal Crutchlow im nassen FP2

Cal Crutchlow im nassen FP2

Der britische LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow wetterte nach dem Sachsenring-MotoGP-Training über die umstrittene Kurve 11. «Irgendwann wird dort jemand schwer verletzt. Vielleicht sogar ein Streckenposten», sagte er.

LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow schaffte am Freitag im trockenen FP1 den 13. Platz, im nassen FP2 fuhr er auf Rang 6.

Crutchlow kritisierte heftig den ominösen Turn 11, der wieder etliche Sturzopfer forderte. «Diese Kurve ist gefährlich, es ist einfach lächerlich. Irgendwann wird dort jemand schwer verletzt werden. Entweder ein Fahrer, oder wie man am heutigen Freitag gesehen hat, es kann auch einen Streckenposten erwischen. Natürlich könnten sie die Fahrbahn ändern und sie zwei Prozent weniger nach aussen hängen lassen. Aber das würde nichts ändern, denn dann würden wir Fahrer dort das Gas um 0,2 Prozent mehr oder früher aufdrehen, um mehr Kurvenspeed zu erreichen, dann bist du erst recht wieder in Sturzgefahr. Es gibt nur eine Lösung; sie müssen diese Kurve langsamer machen.»

Jetzt wird Turn 11 mit rund 200 km/h im fünften Gang gefahren – mit Reifen, die auf der rechten Seite völlig abgekühlt sind.

«Ich habe dort schon in der Moto2 nie wirklich viel riskiert», warf Johann Zarco ein. «Es ist zu gefährlich.»

Crutchlow, zweifacher MotoGP-Sieger 2016 (in Brünn und Phillip Island), sah den Sturz von Scott Redding Samstagfrüh im Turn 11 aus nächster Nähe. Deshalb verlangt er Änderungen in dieser schnellen Bergab-Rechtskurve, die nach sieben Linkskurven in Serie kommt, die Fahrer bewegen sich also rund 31 Sekunden lang auf der linken Reifenseite.

Crutchlow fiel beim Crash von Álvaro Bautista im FP1 auf, dass auch Streckenposten in Gefahr gerieten, als die die Maschine des Spaniers bergen wollten, als gerade die Ducati von Redding angeflogen kam.

Crutchlow, 2016 Zweiter beim Deutschland-GP, brachte dieses Thema am Freitagabend in Sachsen in der Safety Commission auf die Tagesordnung.

Wie beurteilte Crutchlow den neuen Belag? «Er ist wirklich gut. Ehrlich gesagt, der Grip im Nassen ist unglaublich. ich fuhr aus der Garage, wir waren spät dran. Marc hatte bereits im FP2 drei Runden gedreht. ich sah blaue Flaggen, ich richtete mich auf und schaute verwundert – denn Marc hatte seinen Ellbogen auf dem Boden! Um das zu schaffen, musst du im Nassen wirklich hart pushen. Ja, der Grip ist sehr gut.»

Der Endstand des trockenen FP1:
1. Dovizioso, Ducati, 1:21,599. 2. Viñales, Yamaha, + 0,038 sec. 3. Pedrosa, Honda, + 0, 190 sec. 4. Aleix Espargaró, + 0,239 sec. 5. Bautista, + 0,241. 6. Márquez, + 0,299. 7. Zarco. 8. Petrucci. 9. Miller. 10. Redding. 11. Folger. 12. Lorenzo. 13. Crutchlow. 14. Barbera. 15. Lowes. 16. Rossi, + 0,936. 17. Pol Espargaró, KTM. 0,954 sec. 18. Abraham. 19. Rins. 20. Rabat. 21. Smith. 22. Baz. 23. Kallio. 24. Iannone.

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