Jonas Folger (8.): Brünn-Test mit neuem Chassis

Von Jordi Gutiérrez
Jonas Folger auf der Tech3-Yamaha

Jonas Folger auf der Tech3-Yamaha

Nach Platz 10 im turbulenten Flag-to-Flag-Rennen in Brünn erzielte MotoGP-Rookie Jonas Folger beim Test am Montag Platz 8. «Mit dem neuen Chassis gewinnen wir mehr, als wir verlieren», freut sich Folger.

Mit 0,668 sec Rückstand auf die Bestzeit seines Yamaha-Kollegen Valentino Rossi belegte Jonas Folger beim MotoGP-Test nach dem Rennwochenende in Brünn den achten Rang der Zeitenliste.

Folger durfte ein neues Chassis testen. «Ja, das war sehr interessant. Der größte Vorteil für mich war das Turning, wir gewannen viel beim Kurvenspeed. Gleichzeitig konnte ich den Kurvenausgang besser vorbereiten. So können wir den Reifen besser schonen. Doch wir verloren auch ein bisschen an Bremsstabilität. Trotzdem haben wir entschieden, dieses Chassis in Zukunft einzusetzen, weil wir an der Bremsstabilität noch durch die Suspension und Elektronik arbeiten können. Mit diesem Chassis gewinnen wir mehr, als wir verlieren», lautet Folgers Resümee.

Für den Test lieferte Michelin neue Reifen – einen für das Rennen in Misano und einen weiteren für 2018. «Wir hatten leider keine Zeit dafür, denn wir waren sehr mit dem Chassis beschäftigt. Wir haben auch gehört, dass die Reifen sehr ähnlich sein sollen. Daher konzentrierten wir uns auf das Chassis. Zuerst suchten wir ein besseres Set-up für das alte Chassis. Nachdem wir es gefunden hatten, kam dann das neue Chassis zum Einsatz.»

«Das neue Chassis bietet ein bisschen weniger Bremsstabilität, denn der Rahmen ist flexibler. Darum ist das Turning während des Bremsens etwas schlechter. Aber sobald ich die Bremse löse, ist das Turning viel besser. Ich denke, beim Bremsen kann ich viel durch die Anpassung meines Fahrstils kompensieren. Durch das neue Chassis habe ich früher Grip am Hinterrad und kann die Maschine früher aufstellen. Das wird uns auch in der Schlussphase der Rennen helfen. Es ist ein anderes Chassis als in Barcelona. Dort testeten Johann und ich zwei unterschiedliche Varianten. Sie waren komplett unterschiedlich. Johann machte auf dem neuen weiter, ich blieb bei meinem alten. Heute in Brünn durfte ich dann das Chassis testen, das er seit Barcelona einsetzt. Für mich ist es die richtige Entscheidung, mit diesem Chassis weiterzumachen», versichert der Bayer.

Bist du überrascht, dass Yamaha euch als Rookies bereits neue Chassis testen lässt? «Ja, das überrascht mich», freute sich Folger. «Ich bin stolz, dass sie sich auch für uns einsetzen. Bei jedem Test bekommen wir neue Sachen. Das ist schön. Wir sind im Moment nicht weit vom Werksteam weg, in manchen Rennen konnten wir sie schlagen, aber wir erhalten trotzdem weiter Unterstützung.»

Zeiten MotoGP-Test Brünn, Stand 18 Uhr:

1. Valentino Rossi (Yamaha), 1:55,162 min
2. Marc Márquez (Honda), +0,018 sec
3. Maverick Viñales (Yamaha), +0,173
4. Jorge Lorenzo (Ducati), +0,380
5. Johann Zarco (Yamaha), +0,529
6. Cal Crutchlow (Honda), +0,606
7. Dani Pedrosa (Honda), +0,633
8. Jonas Folger (Yamaha), +0,668
9. Andrea Iannone (Suzuki), +0,961
10. Aleix Espargaró (Aprilia), +1,101
11. Andrea Dovizioso (Ducati), +1,241
12. Tito Rabat (Honda), +1,373
13. Jack Miller (Honda), +1,472
14. Alex Rins (Suzuki), +1,475
15. Pol Espargaró (KTM), +1,506
16. Bradley Smith (KTM), +1,814
17. Sam Lowes (Aprilia), +2,689
18. Takuya Tsuda (Suzuki), +4,587

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