MotoGP-WM: Fünf Wildcards für Kallio, drei für Pirro

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Red Bull-KTM-Testfahrer Mika Kallio

Red Bull-KTM-Testfahrer Mika Kallio

In der MotoGP-WM 2018 werden wieder etliche Testfahrer mit Wildcards antreten. KTM schickt MIka Kallio fünfmal auf Punktejagd, Pirro kommt bei Ducati dreimal zum Einsatz. Bei Stefan Bradl wird noch abgewartet.

In diesem Jahr wurden die Vorschriften hinsichtlich der Wildcard-Fahrer für die MotoGP-Weltmeisterschaft geändert.

Von den siegreichen Werksteams Honda, Yamaha und Ducati dürfen die Testfahrer nur maximal drei Wildcard-Rennen pro Saison absolvieren.

Die Testfahrer der «concession teams» oder Neueinsteiger wie Suzuki, Aprilia und KTM dürfen neu maximal sechs Rennen bestreiten.

Denn die übrigen Hersteller befürchteten, dass Red Bull KTM für den schnellen Finnen Mika Kallio 2018 bei bis zu zehn Grand Prix eine Wildcard beantragen würde. Und so etwas könnte ja die WM verfälschen.

Außerdem war der ursprüngliche Sinn der Wildcards, bei manchen Rennen Starts der Lokalmatadore zu ermöglichen und gelegentlich neues Material im Renneinsatz zu erproben. Aber nicht zehnmal pro Saison.

Red Bull KTM wird jetzt nach aktueller Planung mit Mika Kallio bei den Rennen in Jerez, auf dem Sachsenring, in Spielberg, Aragón und Valencia auftreten. «So verteilen wir die Renneinsätze bei Mika schön über die ganze Saison», hielt Teammanager Mike Leitner fest.

Ducati-Sportdirektor macht kein Geheimnis aus den Renneinsätzen von Michele Pirro. «Michele wird wieder in Mugello, Misano und Valancia eine Wildcard erhalten», kündgte Ciabatti an.

Suzuki Ecstar hat mit Testfahrer Sylvain Guintoli noch keine konkreten Pläne, bisher wurde nur ein Wildcard-Einsatz in Barcelona ins Auge gefasst. Auch Motegi wäre willkommen.

Aber dort bemühen sich Honda und Yamaha bereits um Wildcards für Takumi Takahashi und Katsuyaki Nakasuga. Und es sind maximal zwei MotoGP-Wildvards pro Grand Prix erlaubt.

Das Aprilia Racing Team Gresini hat mit Testfahrer Matteo Baiocco keine Wildcard-Pläne, er ist schlicht zu langsam.

Alberto Puig, Teamprinzipal von Repsol-Honda und HRC-Sportdirektor, hat gegenüber SPEEDWEEK.com bisher nur die drei offiziellen Teststrecken von HRC für Testfahrer Stefan Bradl bekannt gegeben. «Wir haben Jerez, Misano und Motegi ausgewählt», erklärte er.

Bradl wird Ende März in Jerez zum zweiten Mal nach Sepang (24. bis 26. Januar) wieder mit der Honda RC213V testen.

Erst dann wird HRC über die Anzahl und die Schauplätze der eventuellen Wildcard-Rennen für Bradl beratschlagen.

Da Bradl offenbar regelmäßig in Jerez und Misano testen wird, würden sich diese beiden Rennstrecken als Wildcard-Schauplätze für den Bayern anbieten.

Aber vielleicht wollen die HRC-Manager noch abwarten, wie sich der Speed des in Sepang noch nicht ganz fit gewesenen deutschen Testfahrers entwickelt, der nach dem Crash beim Superbike-WM-Lauf in Portugal im September 2017 eine komplizierte und langwierige Verletzung des skapholunären Bands (er musste zweimal operiert werden) am rechten Handgelenk erlitten hat.

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