Cal Crutchlow: Er wäre gerne im Repsol-Honda-Team

Von Johannes Orasche
Cal Crutchlow

Cal Crutchlow

Der Engländer Cal Crutchlow, der MotoGP-Sieger von Argentinien, spricht offen über die Situation bei Repsol Honda und die Nachfolge von Dani Pedrosa.

Seit Wochen wird darüber spekuliert, dass im Werksteam von Repsol-Honda der Vertrag von Dani Pedrosa nach 13 Saisonen Ende 2018 womöglich nicht mehr verlängert wird. Mehrere Fahrer machen sich im Moment Hoffnungen auf den lukrativen Platz im Werksteam des größten Motorradherstellers der Welt. Vor einigen Wochen war Johann Zarco dort einer der ganz heißen Kandidaten, doch der Franzose hat mittlerweile bei Red Bull-KTM angedockt, wo er 2007 im Rookies-Cup seine internationale Karriere begann.

Unabhängig von dieser Entwicklung sieht sich LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge von Dani Pedrosa und spricht dies auch offen aus. Der Brite ist seit Jahren der einzige MotoGP-Kunden-Pilot, der bei Honda mehr als ein Rennen mit der RC213V gewinnen konnte. Crutchlow hat in eineinhalb Jahren – seit Brünn 2016 –immerhin drei MotoGP-Siege geholt hat. Und er war vor dem Rennen in Texas WM-Leader.

Der mittlerweile 32 Jahre alte Crutchlow geht sogar noch einen Schritt weiter: «Wenn sie wirklich Zarco verpflichtet hätten, wäre ich sehr enttäuscht gewesen. Er würde mit der Honda nicht die gleichen Dinge zeigen wie jetzt mit der Yamaha M1, weil er einfach nicht so fährt, wie es dafür erforderlich wäre. Sicher kann man sich als Fahrer selbst einige Dinge beibringen oder umlernen, aber es würde nicht so einfach passieren.»

Der einst passable Jugend-Fussballer Crutchlow sieht das Thema aber auch von einer anderen Seite: «Die Herausforderung wäre mir willkommen, die sich durch Zarco ergeben würde. Aber es wäre eigentlich aus dem falschen Grund, um hier irgendwas beweisen zu wollen.»

Zu Pedrosa sagt Crutchlow, der sich in Austin auf Platz 5 liegend früh aus dem Kampf um die Top-Positionen verabschiedete: «Dani ist ein guter Fahrer, aber er hatte bereits viele Jahre auf der Honda. Er kann richtig loslegen, wenn’s nötig ist. Man kann nichts sagen, denn er gewinnt jedes Jahr Rennen. Aber wenn sich HRC entscheiden sollte, ihn nicht zu behalten, dann wäre ich natürlich nicht happy, wenn nicht ich die eindeutige Wahl als Ersatz für ihn wäre. Ich habe für Honda einen großartigen Job gemacht, ich bin bereits bei HRC unter Vertrag – und es wäre nur ein kleiner Schritt.»

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