Johann Zarco: «Habe in Misano Chance auf Top-5»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Tech3-Yamaha-Pilot Johann Zarco

Tech3-Yamaha-Pilot Johann Zarco

Nach der Absage des MotoGP-Rennens in Silverstone reisen die Tech3-Yamaha-Piloten Johann Zarco und Hafizh Syahrin mit noch größerer Motivation nach Misano.

Tech3-Teamchef Hérve Poncharal sprach sich in Silverstone für die Austragung der Rennen am Montag aus, doch die Mehrheit der MotoGP-Teams stimmte gegen diesen Vorschlag. Die Rennen in Silverstone wurden abgesagt. Zum Nachteil aller Yamaha-Piloten, denn die M1 funktioniert in Silverstone meist hervorragend. Nach dem enttäuschenden Rennwochenende in Silverstone reisen die MotoGP-Teams nun nach Misano, wo sie im Vorjahr ebenfalls Regen am Renntag erwartet hat.

2017 erreichte Johann Zarco im Regenrennen von Misano nur den 15. Platz, nachdem er seine Maschine über die Ziellinie geschoben hatte. Beim Misano-Test Mitte August war das Tech3-Team nicht dabei. «Misano ist eine kleine Strecke im Vergleich zu Silverstone. Dort sollte zudem gutes Wetter herrschen. Ich denke, dass uns dort einige Fahrer das Leben schwer machen werden, die dort schon getestet haben. Es wird schwierig, der Spitze nah zu sein und um die Top-5 zu kämpfen. Trotzdem glaube ich, dass ich eine Chance habe», betonte Zarco.

In Silverstone war für Zarco nach dem Qualfiying ein Top-Resultat in greifbarer Nähe. «Ich war sehr glücklich über den Startplatz in Reihe 1. Darum werde ich auch in Misano versuchen, in die erste Startreihe zu kommen. Die Strecke von Misano mag ich, denn ich verbinde sie mit großartigen Erinnerungen aus der Moto2-Klasse. Ich weiß, dass Jorge Lorenzo dort vor zwei Jahren einen Pole-Rekord mit der Yamaha aufstellte. Also haben das Bike und ich hier großes Potenzial.»

Für MotoGP-Rookie Hafizh Syahrin ist Misano mit der Tech3-Yamaha Neuland. Im Kampf um den Titel «Rookie of the Year» liegt der Malaysier zwei Punkte vor Honda-Pilot Franco Morbidelli. «Es ist sehr schade, dass wir in Silverstone kein Rennen fahren konnten, denn ich saß noch nie bei völlig nasser Strecke auf einer MotoGP-Maschine», erklärte Syahrin, der als Regenspezialist gilt. «Aber die Sicherheit geht vor, darum war diese Entscheidung einfach. Nun freue ich mich auf Misano, denn ich mag diese Strecke sehr und habe dort schöne Momente erlebt. Ich weiß, dass ich meine Leistung im Qualifying verbessern muss. Darum habe ich intensiv trainiert und werde fokussierter sein.»

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