Johann Zarco (Yamaha) erbt Pole in Malaysia

Von Nora Lantschner
MotoGP
Johann Zarco im Regen von Sepang

Johann Zarco im Regen von Sepang

Tech3-Yamaha-Pilot Johann Zarco steht zum dritten Mal in Folge in der ersten Reihe. Beim Malaysia-GP erbt er die Pole-Position von Weltmeister Marc Márquez, der auf Platz 7 strafversetzt worden ist.

Johann Zarco fuhr im Q2 auf Platz 2. Sein Rückstand auf die Pole-Zeit von Marc Márquez betrug zwar 0,548 sec, der Tech3-Pilot ließ aber den Yamaha-Werksfahrer Valentino Rossi um 0,3 sec hinter sich.

Gegen 19 Uhr Ortszeit wurde in Sepang aber klar: Márquez hat im nassen Qualifying in Kurve 9 seinem italienischen Kollegen Andrea Iannone die Linie und eine schnelle Runde zerstört, deshalb bekam der Weltmeister einen «six place grid penalty», er wanderte vom ersten auf den siebenten Startplatz zurück – in die dritte Reihe. Valentino Rossi darf sich auf dem zweiten Startplatz aufstellen, Zarco startet neu von der Pole-Position.

«In den freien Trainings am Freitag hatte ich noch Schwierigkeiten und mit Spin zu kämpfen, aber am Samstag haben wir eine Lösung gefunden. Ich bin glücklich, dass ich das Motorrad kontrollieren kann und bei den Top-Fahrern bin», berichtete der 28-jährige Franzose. «Ich hätte nicht geglaubt, dass wir uns so verbessern können. In den letzten Rennen war ich von Anfang an dabei, aber hier in Malaysia war ich am Freitag sehr weit weg. Das Team hat einen guten Job gemacht. Im FP4 war ich entspannt und hatte ein Lächeln auf dem Gesicht, weil ich nicht mehr weit weg war von der Spitze. Ich freue mich auf das Rennen.»

Das Qualifying auf dem Sepang International Circuit fand bei schwierigen Bedingungen statt, das Q1 musste wegen des Regens über eine Stunde lang unterbrochen werden. «Es war wichtig, sich direkt für das Q2 zu qualifizieren. So konnte ich das ganze Q1 von der Box aus verfolgen und die Bedingungen analysieren», erklärte der Yamaha-Tech3-Pilot.

«Es war nicht so viel Wasser auf der Strecke während des Q2, ich hatte mir schon erwartet, dass Marc [Márquez] sich schnell anpassen würde und schnell sein wird. Ich bin mit den weichen Regenreifen auf die Strecke gegangen und hoffte auf ein gutes Gefühl. Dem war aber nicht so. Ich habe dann gewechselt und konnte zwei gute Runden fahren, nicht gut genug für die Pole-Position, aber gut genug für den zweiten Platz. Das gibt mir eine gute Chance für das Rennen.»

Der Franzose steht zum dritten Mal in Folge in der ersten Startreihe, in Motegi und Phillip Island konnte er die gute Ausgangslage aber in kein Podium ummünzen. In Australien verabschiedete er sich mit einem Highspeed-Crash aus dem Rennen. 2017 beendete er den Malaysia-GP aber auf Platz 3. «Es wäre schön, am Sonntag auf dem Podium stehen. Es sieht so aus, als könnten wir ein Rennen auf dem Trockenen fahren, in diesem Fall kann ich konkurrenzfähig sein», zeigte er sich zuversichtlich.

Wegen möglichen Regens zur geplanten Rennzeit musste der Tagesplan für Sonntag in Malaysia überarbeitet werden. Alle Rennen beginnen zwei Stunden früher als geplant.

Der neue Zeitplan:
00.40 bis 01.00 Uhr: Warm-up Moto3
01.10 bis 01.30 Uhr: Warm-up Moto2
01.40 bis 02.00 Uhr: Warm-up MotoGP

Rennen
03.00 Uhr: Start Moto3, 17 Runden
04.20 Uhr: Start Moto2, 18 Runden
06.00 Uhr: Start MotoGP, 20 Runden

Das heißt: Alle Rennen finden am Sonntag zwei Stunden früher als geplant statt. Das Warm-up für die Moto3 beginnt bereits um 7.40 Uhr Ortszeit – quasi im Morgengrauen.

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