Hervé Poncharal: «Johann Zarco wie Andrea Dovizioso»

Von Otto Zuber
Für Tech3-Teambesitzer Hervé Poncharal ist klar: Sein bisheriger Schützling Johann Zarco kann bei KTM wiederholen, was Andrea Dovizioso mit Ducati geschafft hat. Er weiss: «Johann arbeitet sehr hart.»

Nach zwei Jahren mit Tech3-Yamaha steigt Johann Zarco um: Der Franzose, der 2017 und 2018 insgesamt sechs Podestplätze und vier Pole-Positions erobern konnte, wird in diesem Jahr für das Red Bull-KTM-Team angreifen. Sein bisheriger Chef Hervé Poncharal ist überzeugt, dass der 28-Jährige aus Cannes dort viel erreichen kann.

Der Tech3-Teambesitzer vergleicht den zweifachen Moto2-Champion mit Ducati-Routinier Andrea Dovizioso und erklärt: «Die Beiden haben viel gemeinsam. Beide benehmen sich nicht wie Superstars. Sie stehen ihrem Team nahe und haben die Gabe, das Team hinter sich zu bringen und zu motivieren. Deshalb glaube ich auch, dass Johann mit KTM das erreichen kann, was Andrea bei Ducati schaffte.»

«Denn Johann widmet 100 Prozent seiner Zeit der MotoGP», erzählt der Franzose. «Er arbeitet sehr hart und ist auch ein guter Techniker», lobt das Team-Oberhaupt. «Johann ist auch stark bei der Analyse dessen, was auf der Strecke vorgeht. Er lieferte dem Team immer viele nützliche technische Informationen.»

Auch die eigene KTM-Zukunft bewertet Poncharal positiv. Über die neue Partnerschaft, die nach 18 MotoGP-Jahren mit Yamaha folgt, sagt er: «Das ist sehr aufregend und wir sind sehr stolz, Teil dieses Projekts zu werden. Nicht viele Leute können sich vorstellen, welchen Schub der Valencia-Podestplatz von Pol Espargaró dem Team gegeben hat. Sie hatten einen fantastischen Tag, erst siegten sie in der Moto3 und Moto2 und dann folgte noch das MotoGP-Podium, das ganz unerwartet kam.»

«Das war ein unglaubliches Gefühl», schwärmt Poncharal weiter. «Wenn man in die KTM-Box geht und mit allen Leuten dort spricht, dann sieht man, wie gross das Engagement und die Leidenschaft sind, auf höchstem Niveau zu operieren. So etwas habe ich in meiner Karriere nur ganz selten erlebt.»

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