Massimo Rivola: «Es geht nicht gegen Ducati»

Von Otto Zuber
MotoGP
Massimo Rivola

Massimo Rivola

Aprilia-Racing-CEO Massimo Rivola betont, dass man Ducati schon vor Wochen telefonisch vor einem Protest gewarnt habe und beteuert, dass es beim Protest nur darum gehe, Klarheit bezüglich der Regeln zu schaffen.

Gleich vier Hersteller spannten nach dem ersten WM-Lauf in Katar zusammen, um das Flügelchen vor dem Hinterrad der Ducati GP19 von Andrea Dovizioso, Danilo Petrucci und Jack Miller zu beanstanden. Der Protest wurde abgewiesen, doch die Verantwortlichen von KTM, Honda, Aprilia und Suzuki legten Einspruch gegen die Abweisung ein. Letztlich muss nun der FIM Court of Appeal über die Legalität des Flügelchens an der Schwinge befinden.

Für Ducati und Katar-Sieger Dovizioso steht dabei der erste Sieg des Jahres auf dem Spiel. Doch um den ersten Platz – den Repsol-Honda-Star Marc Márquez erben würde – geht es den Gegnern nicht – zumindest wenn es nach Massimo Rivola geht. Der CEO von Aprilia Racing erklärte im «Gazzetta dello Sport»-Gespräch, dass man Ducati schon vor Wochen vor einem Protest gewarnt habe. Und er erklärte: «Das geht nicht gegen Ducati, wir wollen niemandem etwas Böses.»

«Bei der Abweisung unserer Beschwerde konnte keine Erklärung gegeben werden. Deshalb haben wir uns entschieden, es zum FIM-Berufungsgericht weiterzuziehen, das ohnehin besser darauf vorbereitet ist, technische Probleme zu klären», fügte der 47-Jährige aus Faenza an, und erzählte auch: «Dass Yamaha 2018 in Valencia eine Art Löffelchen an der Schwinge hatte, das dazu da war, im Falle von Regen das Wasser auf beide Seiten zu verteilen, und diese Lösung als legal eingestuft wurde, öffnete uns die Augen.»

«Wir fragten zu Jahresbeginn den Technikverantwortlichen Danny Aldridge, ob wir etwas in diesem Bereich entwickeln dürfen, denn wir wissen, dass da Performance zu gewinnen ist. Und die Antwort war, dass es nur im Nassen montiert werden dürfte, deshalb haben wir diese Entwicklung eingestellt», berichtete Rivola, der sich sicher ist, dass die Ducati-Lösung nicht nur zur Wasserabweisung und Kühlung des Hinterrades dient, sondern auch aerodynamisch wirkt und für mehr Downforce sorgt.

Der frühere Ferrari-Sportdirektor ist überzeugt, dass es keine grossen Diskussionen geben dürfte. «Jedes einfache Flussdynamik-Modell lässt das erkennen», stellt der Italiener klar. «In diesem Bereich ist die Luft sehr schnell, wenn man also ein Flügelchen dorthin packt, dann hat das natürlich einen Effekt. In meinen Augen gibt es da nicht viel zu streiten. Dieser wird alleine durch die Tatsache produziert, dass dieses Luftleitelement an einer Schwinge befestigt wird, die selbst beweglich ist.»

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