Valentino Rossi (3.): Schwacher Start, positives Ende

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Valentino Rossi

Valentino Rossi

Ein schlechter Reifen sorgte dafür, dass Yamaha-Star Valentino Rossi einen schwierigen Auftakt ins Aragón-Wochenende erlebte. Der neunfache Champion konnte sich im FP2 aber deutlich steigern.

Beim Spielberg-GP 2018 entschuldigte sich nach einem desaströsen Freitag-Training der Yamaha-Projektleiter Kouji Tsuya bei Valentino Rossi und Maverick Viñales vor den Journalisten in aller Öffentlichkeit für das jämmerliche MotoGP-Motorrad. Am Jahresende musste er gehen. Jetzt wurde auch der langjährige und ständig missmutig dreinblickende MotoGP-Rennchef Kouichi Tsuji abserviert und nach Japan zurückgeschickt. Bei Yamaha sind jetzt junge Kräfte und Ingenieure mit frischen Ideen am Wert, seither geht es vorwärts.

Valentino Rossi liegt nach dem ersten Tag auf dem MotorLand Aragón auf Platz 3 hinter Marc Márquez und Viñales. Im FP1 war er allerdings nur auf der 17. Position gelandet.


«Der Freitag hat schlecht begonnen, denn ich hatte im FP1 am Anfang einen schlechten Reifen, ich habe mehr als drei Sekunden auf die Bestzeit verloren. Das war schwer zu verschmerzen, denn wir hatten dann von dieser Mischung nur noch einen. Aber ich fühlte mich im FP1 auch mit dem Bike nicht gut. Normalerweise ist es schwierig, sich dann zum FP2 so deutlich zu steigern, weil die Gegner alle sehr stark sind. Aber das Team hat toll gearbeitet, besonders beim Elektronik-Set-up beim Reinfahren in die Kurven. Am Nachmittag hatte ich ein besseres Gefühl, auch das Renntempo war in Ordnung, obwohl wie immer viele Fahrer eine ähnliche Pace haben.»

«Wir haben uns dann auf die Zeitenjagd konzentriert, denn die Vorhersage für Samstag ist sehr schlecht. Es wird Regen angekündigt, also wollten wir unbedingt in den Top-Ten bleiben. Mir ist dann am Ende eine sehr gute Rundenzeit gelungen, ich bin bereits viel schneller als 2018. Und ich bin insgesamt auf Platz 3, das ist sehr positiv», stellte Rossi fest.


Im FP2 waren Viñales, Rossi und Quartararo die drei schnellsten Fahrer, also drei Yamaha voran. «Das liegt daran, dass wir im Laufe der Saison das Elektronik-System beim Beschleunigen stark verbessert haben», berichtete Rossi. «Letztes Jahr war hier der Zeitunterschied zur Spitze niederschmetternd. Wir haben beim Rausfahren aus den Kurven immens viel Zeit verloren. Jetzt sieht es so aus, als sei alles besser ausbalanciert. Wir kommen besser aus den Kurven raus und sind den anderen Herstellen näher gerückt. Dazu haben wir eine neue Auspuffanlage, eine neue Karbonschwinge, die neue Daumenbremse und die neue Verkleidung fürs Vorderrad. Wir haben durch die neue Schwinge auch den mechanischen Grip verbessert.»


Rossi arbeitete seit 2004 mit Tsuji zusammen, aber die zwei Ducati-Jahre muss man abziehen. «Ich bin gut mit ihm ausgekommen. Er ist ein sehr guter Ingenieur. Aber in den letzten Jahren hat er keine Rolle mehr gehabt, die ideal für ihn war. Deshalb halte ich es für gut, dass jetzt Änderungen vollzogen und neue Techniker ins Team gekommen sind. Wir brauchen frischen Wind, der ist schon zu spüren, das ist sehr erfreulich. Denn in den letzten Jahren haben wir immer zu viele Probleme gehabt. Aber wir brauchen noch Zeit, um besser zu werden. Es wird sich zeigen, ob wir in Zukunft wieder stark genug werden, um MotoGP-Siege einkassieren zu können.»

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