Valentino Rossi: Warum er sich auf Australien freut

Von Günther Wiesinger
MotoGP

Valentino Rossi ist seit 835 Tagen in der MotoGP-WM sieglos. Phillip Island gehört zu seinen Lieblingsstrecken. Dort möchte er am 27. Oktober seine Durststrecke beenden.

Valentino Rossi hat seit der Dutch-TT in Assen am 25. Juni 2017 kein MotoGP-Rennen gewonnen. Seither sind nicht weniger als 835 sieglose Tage verstrichen. Sein Yamaha-Teamkollege Maverick Viñales hat hingegen hat 2018 auf Phillip Island triumphiert und dazu 2018 in Assen. Der Spanier liegt inzwischen in der Tabelle 18 Punkte vor Rossi, der seit den Rennen in Las Termas und Austin (zweimal Zweiter) Sachsenring-GP keinen Podestplatz mehr erreicht hat. Viñales hingegen hat in dieser Saison schon sechs Podestplätze sichergestellt.

Von Fabio Quartararo gar nicht zu sprechen: Der Rookie aus dem Petronas-Team hat neben vier Pole-Position in dieser Saison schon fünf Podestplätze errungen. In der WM liegt der 20-jährige Franzose nur noch 2 Punkte hinter Rossi.

Der 40-jährige Italiener hat sich jetzt für die Saison 2020 einen neuen Crew-Chief ausgesucht: David Munoz arbeitete 2018 für Pecco Bagnaia, als dieser die Moto2-WM samt acht Siegen gewann. Momentan arbeitet er in Rossis Sky VR46-Team für den Moto2-Fahrer Nicolò Bulega, der in Thailand auf Platz 8 landete.

Übrigens: Auch Jorge Lorenzo kennt David Munoz schon seit vielen Jahren. «Als ich mit 15 Jahren auf der Derbi 125 in die Achtelliter-WM gekommen bin, hatte ich zwei Mechaniker. David Munoz war einer von ihnen. Ein sehr ruhiger Typ, der sehr professionell arbeitet», schilderte Lorenzo.

Rossi rätselt, warum er oft der langsamste, der vier Yamaha-Fahrer ist. Offenbar vermutet er bei Crew-Chief Silvano Galbusera, der 2014 statt. Jeremy Burgess kam, eine Schwachstelle. Galbusera wird deshalb 2020 ins Testteam abkommandiert; er soll dort Johann Zarco betreuen.

Der Twin Ring Motegi mit seinen vielen Erste-Gang-Kurven gehört nicht zu den Lieblingsstrecken von Rossi. Aber Phillip Island wäre eine flüssige Rennstrecke, auf der Rossi und die M1-Yamaha wieder einmal um den Sueg fighten könnten – wie 2018 in Sepang und Valencia und 2019 in Austin (gegen Rins).

Rossi hat das MotoGP-Rennen auf Phillip Island von 2001 bis 2005 gewonnen. 2007 begann dort die Siegesserie von Casey Stoner, die erst mit seinem sechsten Sieg in Serie 2012 ein Ende nahm. Rossi schaffte aber 2008 und 2009 dort einen zweiten Platz, genau wie 2016 und 2017.

Deshalb ist der WM-Sechster gespannt auf den Australien-GP am 27. Oktober.

«Phillip Island gehört zu meinen Lieblingspisten. Das sagen viele andere Fahrer auch», bestätigte Rossi. «Ich habe nur die besten Erinnerungen an Phillip Island. Ich denke oft an dieses Rennen. Ich habe meinen ersten 500-ccm-Titel dort 2001 gewonnen. Ich habe dort Max Biaggi in der letzten Runde besiegt. Ich denke, das war eines der besten Rennen meiner Karriere. Ich habe 2004 in meinem ersten Yamaha-Jahr auch den MotoGP-Titel sichergestellt. Dazu kommt das denkwürdige Rennen 2003 mit der Honda, als ich zehn Strafsekunden wegen Missachtung der gelben Flagge bekommen und trotzdem gewinnen habe… Es gab also einige Höhepunkte dort. Ich will gar nicht entscheiden, welcher Grand Prix dort der Beste für mich war. Ich erinnere mich an etliche Fights gegen Biaggi und Gibernau in Australien, die unvergesslich sind. Es gibt einige Rennen dort, die für mich von identischer Bedeutung waren.»

MotoGP-Ergebnis, Buriram:

1. Márquez. 2. Quartararo. 3. Viñales. 4. Dovizioso. 5. Rins. 6. Morbidelli. 7. Mir. 8. Rossi. 9. Petrucci. 10. Nakagami. 11. Bagnaia. 12. Crutchlow. 13. Pol Espargaró. 14. Miller. 15. Iannone. 16. Oliveira. 17. Rabat. 18. Lorenzo. 19. Abraham. 20. Syahrin.

MotoGP-WM-Stand nach 15 von 19 Rennen:

1. Marc Márquez 325 Punkte. 2. Dovizioso 215. 3. Rins 167. 4. Viñales 163. 5. Petrucci 162. 6. Rossi 145. 7. Quartararo 143. 8. Miller 119. 9. Crutchlow 102. 10. Morbidelli 90. 11. Pol Espargaró 80. 12. Nakagami 74. 13. Mir 58. 14. Aleix Espargaró 46. 15. Bagnaia 34. 16. Iannone 33. 17. Oliveira 29. 18. Zarco 27. 19. Lorenzo 23. 20. Rabat 18. 21. Bradl 16. 22. Pirro 9. 23. Guintoli 7. 24. Syahrin 7. 25. Abraham 5.

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