Johann Zarco: Antwort auf Kritik von Cal Crutchlow

Von Otto Zuber
MotoGP
Johann Zarco

Johann Zarco

Johann Zarco erklärt, warum er der bessere Kandidat für eine allfällige Nachfolge von Jorge Lorenzo beim Honda-Werksteam ist als der langjährige LCR-Honda-Star Cal Crutchlow.

Seit Johann Zarco beim KTM-Team in Ungnade gefallen ist, ist der Franzose auf der Suche nach einem MotoGP-Vertrag für die Saison 2020. Am liebsten würde er zum Honda-Werksteam wechseln, in dem Jorge Lorenzo an der Seite des Dauer-Champions Marc Márquez einfach nicht auf Touren kommt. Deshalb hofft Zarco, die Nachfolge des Spaniers antreten zu können.

Im Gespräch mit GPOne.com bestätigt der 29-Jährige aus Cannes: «Die Wahrheit ist, dass ich kein Geheimnis um meine Zukunft mache. Ich weiss schlicht noch nicht, wie es weitergehen wird.» Und Zarco, der aktuell bei LCR-Honda Takaaki Nakagami ersetzt, weil dieser an der Schulter operiert wurde, betont: «Sollte sich bei Honda eine Türe öffnen, wäre ich die richtige Wahl, denn ich bin der einzige Fahrer, der zu haben ist. Das ist natürlich eine heikle Situation, aber ich wäre auch gewillt, auf diese Chance zu warten.»

Es sei ein Traum, für das Repsol-Honda-Team anzutreten, schwärmt der 16-fache GP-Sieger. «Denn ich habe die Honda ausprobiert und ich konnte damit konkurrenzfähig sein», begründet er, und fügt an: «Trotzdem ist da natürlich noch viel Luft nach oben, und ich würde diese Chance gerne nutzen, um wieder zur alten Stärke zurückzufinden und ein Top-Fahrer zu sein.»

Für Zarco steht fest: «Honda hätte mit mir die Möglichkeit, einen zweiten Fahrer neben Márquez auf dem Podest zu haben. Klar, Marc ist ein starker Fahrer, aber wenn ich die Vorteile des Bikes richtig nutze, kann auch ich ums Podest kämpfen.» Deshalb nimmt er die Kritik von LCR-Honda-Routinier Cal Crutchlow auch nicht allzu ernst.

Der Behauptung des Briten, dass es verrückt von Honda wäre, Lorenzo durch Zarco zu ersetzen, kommentiert Zarco folgendermassen: «Er spielt gerne mit den Medien. Cal ist schon lange bei Honda und wäre natürlich gerne im Werksteam. Aber er hat bereits die ersten Andeutungen gemacht, dass er bald aufhören will, da er ein Kind hat und auch schon so lange in der MotoGP dabei ist. Ich habe weder Kind noch ein Motorrad und ich habe die Absicht, länger als nur noch ein Jahr zu fahren. Mit mir hätte Honda mehr Zukunft als mit Cal.»

MotoGP-WM-Stand nach 18 von 19 Rennen:

1. Marc Márquez 395 (Weltmeister). 2. Dovizioso 256. 3. Viñales 201. 4. Rins 194. 5. Petrucci 176. 6. Quartararo 172. 7. Rossi 166. 8. Miller 149. 9. Crutchlow 133. 10. Morbidelli 115. 11. Pol Espargaró 94. 12. Mir 83. 13. Nakagami 74. 14. Aleix Espargaró 56. 15. Bagnaia 54. 16. Iannone 43. 17. Oliveira 33. 18. Zarco 30. 19. Lorenzo 25. 20. Rabat 18. 21. Bradl 16. 22. Pirro 9. 23. Syahrin 8. 24. Guintoli 7. 25. Abraham 7. 26. Kallio 3.

Konstrukteurs-WM nach 18 von 19 Rennen

1. Honda 401. 2. Ducati 302. 3. Yamaha 301. 4. Suzuki 223. 5. KTM 105. 6. Aprilia 81.

Team-WM nach 18 von 19 Rennen

1. Ducati Team 432. 2. Repsol Honda Team 430. 3. Monster Energy Yamaha 367. 4. Petronas Yamaha SRT 287. 5. Team Suzuki Ecstar 281. 6. LCR Honda 210. 7. Pramac Racing 203. 8. Red Bull KTM Factory Racing 124. 9. Aprilia Racing Team Gresini 99. 10. Red Bull KTM Tech3 41. 11. Reale Avintia Racing 25.

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